Donnerstag, 14. August 2014

XXVII. Niamh - Ein wichtiger Beschluss

Die beiden Ex-Piratinnen Zoe und Junie stellten sich nicht dumm an. Das Knien hatten sie Jenn und mir abgeschaut, und außer der Haltung, die wir gern einnahmen, bei der die Knie über die Schulterbreite hinaus gespreizt waren, würden sie auf Panthera keine andere brauchen. Auf der Welt, wo sich die Piraten versteckten, waren sie es gewohnt, mit echtem Fleisch umzugehen, in der Hinsicht konnten sie mir mehr beibringen als ich ihnen. Wir sprachen lange, ich erzählte ihnen, wie Jenn und ich das Sklavendasein einschätzten, sie stellten Fragen, die mich davon überzeugten, dass von ihnen kein Ärger ausgehen würde. Ich beschloss, sie zu mögen.
Jenn, zu der wir uns später begaben, hatte es noch einfacher gehabt: Ihr Gruppe bestand aus Frauen, die schon als Sklavinnen zu uns gekommen waren und es bleiben wollten. Die Stimmung dort war gut, uns schlug lautes Lachen entgegen. Dort diskutierten sie gerade, wie man die hier fehlenden Männer in den Fellen ersetzen konnte. Grinsend erzählte ich von einer Sklavin, die einen Doppeldildo gerezzt hatte.
„Es spricht nichts dagegen, wenn Ihr Euch so etwas schnitzen würdet.“, feixte meine Herrin in die Runde, errötend begab ich mich zu ihr und kniete mich neben sie – an die linke Seite, da rechts schon die verschämt aussehende Hana kniete. „Hört zu, wir haben später … wie soll ich sagen … ganz besondere Gäste. Ihr werdet diese betreuen, bis ich sie morgen mit nach Orilla nehme.
Niamh – mitkommen, wir müssen reden.“

Wir hatten uns ins Zelt meiner Herrin begeben, wo sie nun im Schneidersitz auf den Fellen saß und ich ihr gegenüber kniete. „Du hast ab morgen einiges zu tun: Ich reise nach Orilla, wie Du weißt – in der Zeit hast Du die Verantwortung für die Sklavinnen. Zeig ihnen alles, auch den See.“
„Gern, meine Herrin.“
„Und nun sag mir, was wir aus Orilla brauchen.“
„Ionen-Reaktoren und Replikatoren!“, grinste ich.
„Ich habe mit Karen und Merry darüber gesprochen, sie werden meinen Antrag unterstützen. Ich werde auch um einen Master-Replikator bitten.“
„Ähm … was ist das, meine Herrin?“
„Wir sind unter uns, denke ich, also spar Dir das. Ein Master-Replikator ist einer, der in der Lage ist, Replikatoren zu replizieren.“
„Oh … praktisch!“
„Sonst noch etwas?“
„Collare und Cuffs, mein … Ima. Vielleicht kannst Du darüber mit dem Besitzer des Ladens reden, wo wir die anderen auch gekauft haben. Es muss doch möglich sein, Collare und Cuffs herzustellen, die sich selbst auf die richtige Größe anpassen.“
„Daran hab ich auch schon gedacht – auch an Strafvorrichtungen, die mit diesen Collaren und Cuffs kompatibel sind.“ Ich grinste nur. „Niamh, da ist noch etwas: Ich weiß noch nicht, was aus den neuen Sklavinnen werden wird – einige bleiben sicher hier im Lager, andere werden wohl zu anderen Gruppen gehen, aber Hana werde ich behalten.“
„Du bist die Herrin.“
„Keine Einwände?“
„Ima – wie ich sagte, Du bist die Herrin. Ich werde niemals Einwände gegen Deine Entscheidungen einlegen.“
Meine Herrin zog mich auf ihren Schoß und küsste mich sanft: „Du bist eine wundervolle Frau, Niamh.“
„Und Du entwickelst Dich zu einer wundervollen Herrin, meine Herrin!“
„Heute Abend wirst Du Hana zeigen, wie man eine Herrin glücklich macht.“
„Aber gern, meine Herrin!“

Männer. Acht Männer. In unserem Lager.
Zufrieden wirkte aus naheliegenden Gründen keiner von ihnen, als eine Gruppe von Jägerinnen, darunter die EN, die Shaman und Bel’Ana, sie mit gezogenen Blastern in eine Höhle eskortierten. Jenn, zwei der neuen Sklavinnen und ich versorgten zunächst die Jägerinnen mit Wasser und Nahrung, anschließend schoben wir Tabletts unter den Gitterstäben hindurch. Die EN gab uns den Befehl, uns an die Höhlenwände zu knien, dann setzten sich die Jägerinnen in eine andere Ecke und redeten miteinander. Am meisten redete meine Herrin, beantwortete Fragen, erzählte. Ich wäre zu gern Mäuschen und dichter an der Gruppe gewesen. Die Jägerinnen wurden nicht nur von uns Sklavinnen aufmerksam beobachtet, sondern auch von den essenden Männern. Ich konnte mir nur zu genau vorstellen, was in deren Köpfen vorging: Auch wenn Zuchtsklavinnen wunderschön waren, so verblassten diese gegen das Aussehen der Jägerinnen, die sich oft an der frischen Luft bewegten. Mit Sicherheit überlegte nicht nur einer der Männer, wie man ihnen einen Kragen umlegen könnte.
Leider war kein Wort von dem, was die EN zu den Männern sagte, die nach ihren Worten in Gelächter ausbrachen. Worte flogen zwischen ihr und ihnen hin und her, bis sie sich achselzuckend abwandte. Zwei Männer blieben stehen, sagten etwas und wurden von den Jägerinnen herausgelassen und zu uns Sklavinnen geführt. Beide sahen sich aufmerksam um, ich hätte wetten mögen, dass sie nach einer Fluchtmöglichkeit suchten, das allerdings war vergebliche Liebesmüh: Zwei Jägerinnen standen neben dem Höhleneingang und hielten ihre Blaster in den Händen, vier befanden sich mit uns in der Höhle und hatten ihre Waffen ebenfalls gezogen. Den resignierten Gesichtern der Männer war anzusehen, dass sie die Lage wohl ähnlich einschätzten.
Die EN schubste einen der beiden mit ihrem Blaster an: „Ausziehen!“ Die Männer befolgten den Befehl knurrend; ich war nicht die einzige Sklavin, die mit den Augen über deren muskulöse Körper und die Geschlechtsteile glitten, wie ich vergnügt feststellte bekam auch meine Herrin leuchtende Augen.
„Jenn – Niamh – wir möchten etwas lernen. Zeigt es uns.“
Mir gefiel die Situation ausnehmend gut, ich fühlte mich wohl in dem Wissen, dass uns sämtliche anwesenden Jägerinnen und die noch in der Zelle sitzenden Piraten zusahen, als wir begannen, die beiden nackten Piraten mit dem Mund zu reizen; denen allerdings schien das nur eingeschränkt zu gefallen, es dauerte lang, bis ich ‚meinen‘ soweit hatte, dass er hart genug für andere Aktivitäten war. Als ich ihn aber mit Lippen, Zunge und sanftem Druck meiner Zähne auf volle Härte gebracht hatte wurde er von sich aus aktiv: Er warf mich hart auf den Rücken, sprang geradezu auf mich und drang hart in mich ein; ich stöhnte wohlig auf und sah aus dem Augenwinkel, wie Jenn sich auf den anderen Piraten setzte, sich selbst dessen Schwanz einführte und ihn mit einem versonnenen Gesichtsausdruck zu reiten begann. ‚Meiner‘ war anscheinend ziemlich ausgehungert, er kam, als ich noch weit von einem Höhepunkt entfernt war. Der, den Jenn ritt, hielt allerdings auch nur unwesentlich länger durch. Die EN sah uns mit einer Mischung aus Interesse und Enttäuschung an und befahl uns dann, ihr zu folgen.
„Das ist alles? Davon schwärmt Ima so sehr?“
Ich überließ es Jenn, ihrer Herrin zu antworten: „Meine Herrin, die beiden hatten vermutlich lange keine Frau. Die meisten können sehr viel länger oder, mit der entsprechenden Ermunterung, öfter. Und wenn sie länger durchhalten, dann ist das ein wunderschönes Gefühl.“ Ich nickte zustimmend.
„Ihr habt die Vergleiche – ist das schöner als mit einer Frau?“
„Anders, meine Herrin. Die meisten Frauen gehen mit Frauen eher sanft um, Männer sind wilder, ruppiger. Es ist nicht schöner – aber es macht großen Spaß!“
Während die Herrin Fio noch nachdenklich auf ihrem Fass saß traten die Herrinnen Bel’Ana, Su und meine Herrin zu uns, letztere mit Hana an ihrer Seite.
Die Herrin Su sah mich neugierig an: „Und das macht Spaß?“
„Ich bin zwar nicht zu einem Höhepunkt gekommen, Herrin, aber Spaß hat es dennoch gemacht!“ Diesmal war es an Jenn, zustimmend zu nicken.
Meine Herrin sah ihre Leute ernst an: „Ich weiß, dass die beiden Recht haben. Einen Mann in sich zu fühlen ist schön. Ich persönlich möchte das auch gern wieder fühlen.
Sagt mir – warum behalten wir nicht welche?“ Nicht nur die Herrinnen, auch Jenn, Hana und ich sahen meine Herrin sprachlos an. „Was denn? Steht irgendwo geschrieben, dass es nur Sklavinnen, nicht aber Sklaven geben darf?
Orilla hat Herrinnen, Herren und Sklavinnen. Klathu hat Herren und Sklavinnen. So wie diese beiden Planeten sind auch alle anderen organisiert. Warum soll es nicht Planeten geben, auf denen es nur Herrinnen, aber Sklavinnen und auch Sklaven … später vielleicht auch welche geben, auf denen Herrinnen nur mit Sklaven leben?
Schwestern, wir leben seit meinem Gastspiel bei der Phoenix-Federation in Zeiten des Umbruchs. Wir haben uns verpflichtet, den Orillianern Männer für die Arena zu überlassen, und das werden wir auch tun. Ich nehme an, dass nur wenige sich in ein Schicksals als Sklaven fügen werden, die meisten werden einen ehrenvollen Tod in der Arena dem Dienen vorziehen. Einige aber werden bleiben wollen. Warum stellen wir nur die Frauen vor eine Wahl, warum nicht auch die Männer?“
EN Fio grinste leicht: „Arbeiten zumindest können die auch – ein Warillon ziehen sie sicher schneller ab als jede Frau.“
Bel’Ana schaute die EN fragend an: „Können wir das im Rat beschließen? Oder muss das in die Stammesversammlung?“
„Wir beschließen das jetzt, der Rat ist komplett, wer weiß, wann wir einmal wieder eine vollständige Versammlung hinbekommen.
Su?“
„Arbeitskräfte hat man nie zu viele, und wenn diese beiden Mädchen sagen, dass das Spaß macht – Spaß hat man auch nie zu viel!“
„Bel‘Ana?“
„Ob mit ein Mann Spaß machen kann bezweifle ich, aber weniger Arbeit mit dem Zerlegen von Wild ist kein Fehler.“
„Ima – Dir zunächst vor dem Rat ein Willkommen in diesem Gremium. Deine Meinung?“
„Männer machen Spaß. Arbeiten nicht.“, grinste meine Herrin.
„Ich persönlich teile Su’s Meinung. Der Beschluss ist also einstimmig.
Gibt es sonst noch etwas?“
„Aye!“ Bel’Ana erhob sich. „Mit dem Aufbringen dieses Piraten-Schiffs befinden wir uns nun wohl offiziell im Krieg. Wir brachten das Schiff außerhalb der Badlands auf, also müssen wir davon ausgehen, dass die eine Meldung absetzen konnten. Das bedeutet: Deren Basis weiß, wer das Schiff angegriffen hat. Die werden herkommen!“
Die Jägerinnen sahen sich ebenso schweigend an wie wir Sklavinnen.
Jenn räusperte sich leise, woraufhin die EN sie ansah: „Hast Du etwas zu sagen?“
„Meine Herrin, vielleicht wäre es eine gute Idee, einen Fluchtpunkt zu haben, falls Ihr hier überrannt werdet. Wir haben, als wir diese Galaxie erreicht haben, einen bewohnbaren Planeten mit idealen Lebensbedingungen wenige Flugstunden vom Phoenix-System entdeckt. Der wäre doch als … wie soll ich sagen … Alternativ-Basis gut geeignet, oder?“
„Darüber werden wir zu reden haben, das allerdings ist, denke ich, ein Thema für die EN-Versammlung.
Ima … eins noch.“ Ich hätte meinen rechten Arm dafür gegeben, wenn ich hätte hören können, was die EN meiner Herrin zu sagen hatte, die jedenfalls schaute zunächst ungläubig und brach dann in schallendes Gelächter aus. „Vergiss nicht, Ima – das ist Wissen, das nur die Mitglieder der Räte der Stämme wissen dürfen!“

XXVI. Ima - Die Kunst des Unterrichtens

Nass und nackt lief ich durch den Wald, genoss die Luft, den Duft, die Geräusche. Während ich lief dachte ich über die Entwicklungen nach: Jägerin und Pilotin, dann Sklavin, dann Jägerin und Sklavenhalterin, demnächst Diplomatin. Seltsamer Weg für so kurze Zeit.
Durch das leere Lager begab ich mich zu meinem Zelt, öffnete den Vorhang und musste grinsen: Niamh lag auf Jenn, sie streichelten einander, redeten leise, küssten sich und redeten weiter, so vernarrt ineinander, dass sie mich nicht bemerkten. Ich griff in meine Kiste, holte mir ein Oberteil, einen Rock und mein Holster hervor und räusperte mich vernehmlich: „Reden werden wir später alle gemeinsam, jetzt habt Ihr einen Befehl: Macht Euch glücklich! Wenn ich nicht sehr schnell sehe, wie sich die Zelte unter Euren Schreien aufbauschen, dann peitsche ich Euch die Haut vom Rücken!“ Während mich die beiden entgeistert ansahen zog ich mich an und setzte mich dann auf den Boden: „Wird’s bald? Ihr habt einen Befehl!“
Niamh reagierte als erste: „Ja, meine Herrin.“ Dankbar lächelnd drehte sie mir den Rücken zu und kniete sich über Jenn’s Gesicht, um sich dann ihrerseits vorzubeugen und ihren Mund in Jenn’s Schritt zu drücken. Nur kurze Zeit danach begannen beide, vor Lust zu stöhnen und zu seufzen, der Anblick ihrer sich windenden Körper trieb auch mir die Wärme in den Schritt. Lang dauerte es nicht, bis Jenn meinen Befehl beinah befolgte: Zwar bauschte sich das Zelt nicht sichtbar, ihre Schreie aber waren laut genug, um mich zufriedenzustellen – Niamh’s ebenfalls, die ertönten, als Jenn ihr ohne Vorankündigung gleich drei Finger in den Hintern drückte. Grinsend verließ ich mein Zelt und ließ die beiden ungestört.

Die am Feuer sitzende Fio grinste ebenfalls: „Den beiden geht es besser, ja?“
„Unüberhörbar.“, feixte ich.
„Waren wir je so laut?“
„Ich denke nicht. Aber die beiden tun miteinander auch Dinge, die wir nie getan haben. Ich zumindest wusste bei einigem nichtmal, dass so was geht!“
„Habe ich etwas verpasst?“
„Eine Menge.
Fio – ich könnte nie mit einem Mann leben, aber in den Fellen hab ich sie gern. Und das ist nur eins, was wir alle verpasst haben.
Hörst Du das?“ Dumme Frage, nur wer taub war hätte in einem Zeltlager Jenn und Niamh überhören können. „Das ist wahre Lust, Fio. Lust, wie sie sich anhören sollte. Irgendwann möchte ich Dich so schreien hören!“, grinste ich.
„Ich werde mich von meiner Sklavin lehren lassen.“, erwiderte sie mein Grinsen. „Was denkst Du, wie lang sie noch brauchen? Wir haben zu reden, wir vier.“

Die Sklavinnen knieten vor uns und sahen zerzaust und glücklich aus, Fio schaute so amüsiert wie ich mich fühlte: „Zufrieden, meine Sklavin?“
Jenn nickte eifrig: „Ja, meine Herrin – ich danke Dir.“
„Dank nicht mir, dank Deiner Schwester.
Seid Ihr bereit, Euch um Eure Aufgaben zu kümmern?“ Natürlich waren sie das. „In einer Stunde treffen etliche Gefangene ein. Zunächst werdet Ihr Euch um die Frauen kümmern, die wir als Sklavinnen behalten werden. Später habe ich dann eine andere Aufgabe für Euch.
Ima?“
„Aye?“
„Du bist die einzige auf diesem Planeten, die zumindest ein paar Erfahrungen als Sklavenhalterin hat – Du bist ab sofort die Slaverin Panthera‘s!“
„WIE bitte??“
„Hast Du einen besseren Vorschlag?“ Aus dem Augenwinkel sah ich die beiden Sklavinnen breit grinsen. „Du warst selbst vor nur sehr kurzer Zeit eine Sklavin und bist die, die von uns am längsten eine Sklavin hat! Was natürlich kein so großes Kunststück ist, ich hab seit zwei Stunden eine. Also: Du bist Slaverin, Ima, und damit nun neben Su, Bel’Ana und mir Mitglied im Stammesrat.
Und jetzt, denke ich, habt Ihr drei zu tun!“ Grinsend warf sie mir eine Kusshand zu und verschwand im Wald.
Ungehalten wendete ich mich Niamh und Jenn zu: „Wenn ich Euch bei einer solchen Gelegenheit noch einmal so grinsen sehe, dann setzt es was.
Also – Ihr wisst es am besten: Was habe ich nun zu tun?“
Die beiden sahen sich an, Jenn nickte Niamh zu, die nun das Wort an mich richtete: „Meine Herrin, Du hast es leichter als die Slaver auf Orilla: Hier, denk ich, brauchst Du keine Sklavinnen, die Männer befriedigen können. Wie man eine Frau befriedigt lernt sich am besten im täglichen Umgang mit der eigenen Herrin.“ Ich nahm das als sanfte Spitze, da ich sie ja noch nicht gefordert hatte. „Also musst Du den Neuen …“ Sie überlegte einen Moment. „Meine Herrin, bekommen wir nur welche, die schon Sklavin waren, oder sind komplett neue dabei?“
„Weiß ich nicht.“
„Naja … bevor Du anfängst, auszubilden, meine Herrin, musst Du wissen, was Du brauchst. Ich denke, wir können auf eine Ausbildung als Lustsklavin verzichten. Wie ich sagte lernt sich das im Umgang am besten, und wenn … ähm … spezielle Fertigkeiten gebraucht werden kann man das im Bedarfsfall lehren. Also bleibt Gehorsam – Haltung – tägliche Verrichtungen.“ Niamh sah Jenn fragend an, die zustimmend nickte. „Im Endeffekt, meine Herrin, musst Du damit beginnen, Gehorsam zu lehren.
In der ersten Zeit musst Du selbst strafen, und das hart. Wenn sich die Neuen erst einmal an Jenn und mich gewöhnt haben, dann können wir Dir helfen. Sollten sie mich mögen wirst Du mich als First benennen und entsprechend behandeln müssen. Es ist nämlich dann meine Aufgabe, Deine Befehle durchzusetzen, was bedeutet: Gehorcht eine Sklavin nicht, so ist nicht sie Schuld, sondern ich.“
„So weit sind wir noch nicht. Wie strafe ich?“
„Schmerz, meine Herrin.“ Niamh zuckte die Schultern. „Der funktioniert bei fast allen hervorragend, es gibt nicht viele, die starke Schmerzen wirklich genießen können. Und Eure Shaman ist wirklich gut in der Wundbehandlung.“
„Ich weiß!“, sagte ich nachdenklich.
„Meine Herrin, verzeih bitte, aber … wenn Du anfängst, über Strafen nachzudenken, dann hast Du verloren. Du musst sehr entschieden, bestimmt, herrisch auftreten, sonst nehmen Dich nur erfahrene Sklavinnen ernst oder welche, die Dich wirklich gern haben.“
„Mein Mädchen, Du wirst mich bestimmt abends oft sehr lang und geduldig darüber hinweg trösten müssen, dass ich jemand sein soll, der ich nicht bin.“

Sieben der gefangenen Frauen entschieden sich, Panther zu werden und wurden als „Lehrlinge“ auf andere Stämme verteilt. Sieben weitere waren seit langem Sklavinnen und würden weder Niamh noch mich vor größere Schwierigkeiten stellen. Drei allerdings waren Piratinnen gewesen und wollten sich weder für ein Bleiben bei den Panthern noch für einen Wechsel zu den freien Frauen von Orilla entscheiden. Also würde ich nun in der Tat etwas aus Frauen machen, von dem man nicht sicher sein konnte, ob sie das sein wollten.
Mit hinter dem Rücken verschränkten Händen baute ich mich vor den gefangenen Frauen auf und sah sie ernst an: „Ihr dort kniet – aber Ihr kniet falsch.
Es gibt hier keine Männer, denen Ihr zu dienen haben werdet – Eure Körper gehören ausschließlich Frauen. Also – zeigt stolz, was Ihr habt und spreizt die Knie ebenso weit wie das diese beiden hier tun.“ Die Angesprochenen reagierten ohne Verzögerung, wenn auch mit teilweise unsicheren Blicken. „Jenn hier wird Euch erklären, was wir hier von Euch erwarten.
Ihr drei – Ihr könnt Euch jetzt noch in Ruhe überlegen, was Ihr wollt. Das Angebot, Euch uns anzuschließen, bleibt noch fünf Minuten bestehen. Danach könnt Ihr überlegen, ob Ihr es Euch leicht machen wollt – oder schwer.“
Bei einer war ich unsicher, wie sie sich entscheiden würde. Eine schaute neugierig zwischen den Sklavinnen, den Zelten und mir hin und her, bei ihr ging ich davon aus, eher leichtes Spiel zu haben. Die dritte stand stolz mit vor der Brust verschränkten Armen und sah mich unverwandt an – sie war es, die ich zu brechen hatte, da war ich sicher. Sie war es daher, auf die ich nach Ablauf der Frist zutrat: „Und?“
„Und was?“
„Deine Entscheidung?“
„Wilde, wenn Du denkst, ich lasse mich von Dir vor eine Entscheidung …“
Ich holte weit aus und versetzte ihr einen heftigen Schlag mit dem Handrücken auf den Mund. „Wie war das?“ Sie sah mich noch immer stolz an, und ich boxte sie hart in den Magen, was ihr hörbar die Luft aus den Lungen trieb. „Wolltest Du etwas sagen?“
„Du wirst irgendwann dafür bezahlen!“
Leicht im Knie einknickend vollführte ich eine Drehung mit dem ganzen Körper und trat ihr beim Zurückkehren in meine ursprüngliche Position mit dem Fußrücken in die Nierengegend. Als sie zusammenklappte trat ich ihr mit einem Sicheltritt die Beine unter dem Körper weg, und drückte, als sie auf den feuchten Boden fiel, ihr Gesicht in den Dreck. „Wolltest Du etwas sagen?“
„Schlampe!“
Ich ließ mich fallen, landete mit dem Knie erneut in ihrer Nierengegend und hämmerte ihr meine Faust in den Nacken, dann schleppte ich sie an den Haaren hinter mir her, drückte sie mit den Beinen um eine kleinere Kiefer, und fesselte ihre Knöchel aneinander. Anschließend richtete ich sie auf und fesselte ihre Handgelenke – ebenfalls hinter dem Baum und damit ihrem Rücken – aneinander, um mich anschließend den beiden anderen Piratinnen zuzuwenden: „Da kann sie, wenn sie wieder zu sich kommt, noch ein wenig nachdenken.
Was ist mit Euch?“
Eine der beiden kniete sich zögernd nieder, schaute auf die mich stolz ansehende Niamh und korrigierte dann ihre Haltung. „Ich werde gehorchen, Herrin.“
„Braves Mädchen. Wie ist Dein Name?“
„Zoe, Herrin.“
„Ausziehen!“
„Ja, Herrin.“ Sie stand auf, legte ihre Kleidung ab und kniete wieder nieder, diesmal schon ein wenig sicherer.
„Heb die Arme, Zoe.“ Gehorsam legte sie ihre Hände in den Nacken. „Du wirst Dir in der Heilerei in Messer holen und Dir die Scham und die Achseln rasieren. Das wiederholst Du so lange, bis wir eine Enthaarungskur sowie die entsprechenden Seren von Orilla bekommen haben.“ Ich erhob meine Stimme. „Sehe ich noch einmal bei einer Sklavin so viele Haare unterhalb der Kopfbehaarung, dann schwöre ich Euch, ich rasiere Euch mit der Peitsche!“ Es machte mich stolz, von allen Seiten ein „Ja, Herrin!“ zu hören, auch von der noch stehenden Piratin, die ich nun ansprach: „Warum stehst Du noch, Sklavin?“
„Herrin, ich bin unsicher, ob ich mich zuerst zu entkleiden habe.“
„Eine Sklavin die mitdenkt – gut. Entkleide Dich und nenne mir Deinen Namen.“
Während sie sich eilig auszog antwortete sie: „Der Name dieser Sklavin ist Junie, Herrin.“
„Wie heißt die da?“, zeigte ich auf die an den Baum Gefesselte.
„Sie heißt Hana, Herrin.“
„Sklavin Junie, in dem gelben Zelt dort ist die Küche – dort findest Du ein Messer. Du wirst dieses Messer holen und mit ihm der Sklavin Hana die Kleidung vom Leib schneiden.“
„Aber Herrin …“
Auch diese Sklavin bekam von mir eine Ohrfeige mit dem Handrücken. „Das Wort ‚Aber‘ existiert für Euch nicht mehr. Wenn ich etwas sage, dann heißt die Antwort ‚Ja, Herrin‘, dann wird der Auftrag ausgeführt.
Verstanden?“, wendete ich mich Junie zu.
„Ja, Herrin.“
„Warum stehst Du dann immer noch da herum? Du hast einen Auftrag!“
„Ja, Herrin.“ Die Sklavin begab sich mit hängenden Schultern zum Küchenzelt, kam kurz darauf mit einem der großen, scharfen Messer wieder, die wir zum Häuten von Tieren nutzten, und begab sich dann zu der soeben wieder zu sich kommenden Hana. Meine Fesselung war gut: Hana versuchte sich zu sträuben, konnte sich aber so wenig bewegen, dass es Junie gelang, ihr die Kleidung vom Leib zu schneiden, ohne sie zu verletzen. Als sie damit fertig war sah sie mich fragend an.
Ich zeigte neben Zoe, wohin sich Junie nun kniete.
„Niamh – bring den beiden bei, was sie wissen müssen. Ich beschäftige mich mit der da.“
„Ja, meine Herrin.“, zwinkerte sie mir gutmütig zu und tat mir damit unendlich gut.

Ich setzte mich im Schneidersitz für die an den Baum gefesselte Hana und sah sie ernst an: „Das muss wehtun, oder?“ Mehr als einen stolzen Blick war ich ihr nicht wert, also zucke ich die Schultern, ging in die Küche, holte mir etwas Obst, eine Scheibe Braten und einen Becher Wasser, dann setzte ich mich wieder vor sie und begann gemütlich zu essen.
„Sag mir, was ich mit Dir tun soll, Sklavin.“ Ich hatte keine Antwort erwartet und bekam auch keine. „Du lässt mir zwei Möglichkeiten: Entweder du beginnst, zu gehorchen – oder ich verkaufe Dich nach Orilla. Ich persönlich empfände das als Verschwendung.“ Wieder keine Antwort, wieder zuckte ich mit den Schultern: „Also gut – morgen reise ich nach Orilla. Bis dahin bleibst Du wo Du bist.“ Damit stand ich auf.
„Warte.“ Langsam drehte ich mich um und sah sie an; mir fiel auf, dass sie eine wunderschöne Frau war, deren Figur durch ihre Haltung sehr gut zur Geltung kam. „Nicht Orilla – bitte!“
„Du hast doch die Wahl. Die hattest Du, seit wir Dich von Eurem Schiff geholt haben.“
„Du verstehst es nicht. Das kannst Du auch nicht verstehen.“
Einen Moment lang sah ich sie mit schief gelegtem Kopf an, dann setzte ich mich erneut im Schneidersitz vor sie und ließ einen Finger über ihren Körper wandern; ihre Nippel reagierten prompt. „Mag sein … aber ich habe eine Ahnung.
Ich erzähle Dir etwas: Vor einiger Zeit gelangte ich an Bord eines Schiffes und empfing dort einen Kragen. Ich wurde vergewaltigt, dann wurde ich gelehrt, Sklavin zu sein. Vom ersten Moment an wollte ich dort wieder weg – und vom ersten Moment an wollte ich genau das, was sie mit mir taten.“ Mein Finger erreichte ihren Bauch und strich langsam tiefer. „Ich wollte was mir passierte – und schämte mich dafür.“ Meine Fingerspitze strich sanft über ihren Schamhügel, der im Gegensatz zu denen ihrer Mit-Piratinnen glatt rasiert war. „Bei Dir ist es anders, oder? Du willst gar nicht weg – aber eingestehen was Du willst oder kannst Du Dir das ebenfalls nicht.“ Ich ließ meinen Finger sanft in sie eindringen und fühlte Wärme und große Feuchtigkeit. Es war leicht, mein Finger fühlte sich willkommen und streichelte sanft über ihre Scheidenwände.
Hana schaute mich nur mit offenem Mund und feuchten Augen an, dann nickte sie kaum sichtbar. In diesem Moment beschloss ich, sie zu behalten.

XXV. Sehnsüchte

Teil 1 - Karen


Akiko’s Kopf lag auf meinem linken, Jenn’s auf meinem rechten Arm. Hinter Jenn lag Merry und streichelte sie sanft, während er mich über ihren Kopf hinweg nachdenklich ansah. Ich nickte ihm zu und stupste die Mädchen an: „Sklavinnen – geht nach nebenan. Mein Gefährte und ich haben miteinander zu reden.“
Die beiden nickten und zogen sich zurück; ich drehte mich auf die Seite, legte mein Bein über das meines Gefährten und meinen Arm über seinen Brustkorb. „Was denkst Du?“
„Wir hätten Ima nicht nur Niamh, sondern auch Jenn mitgeben sollen. Wenn das so weitergeht, dann geht sie uns ein.“
„Wir könnten Kurs auf die Badlands nehmen und nach Ima suchen.“
„Können wir nicht. Ich gab Ima mein Wort.“
„Aber wir dürfen hier bleiben, oder? An den äußersten Ausläufern der Badlands in Richtung Federation?“
„Ich sagte, wir würden uns sofort nach ihrem Abflug aus den Badlands zurückziehen – ich sagte nicht, wir würden direkt zurückfliegen.
Karen?“
„Hm?“
„Als wir Ima fanden haben wir ihre Copilotin einfach in den Wald geworfen.“
„Und jetzt hast Du ein schlechtes Gewissen?“
„Aye. Ich finde, wir sollten sie holen und in einer Stasiskammer aufbewahren, bis wir Gelegenheit haben, sie Ima’s Leuten zu übergeben.“
„Findest Du sie wieder?“
„Wenn Walt mir hilft? Bestimmt. Wir haben die Teleporter-Logs und die Sensor-Aufzeichnungen.“

Nachdem wir die Leiche abgeholt und respektvoll eingefroren hatten setzten wir die Tests fort, die bei unserem letzten Flug durch die Piraten unterbrochen worden waren. Das Schiff begeisterte mich immer mehr: Obwohl ich fand, dass es für seine Größe übermotorisiert war reagierte es auf den kleinsten Ruderdruck, beschleunigte atemberaubend und war im Impulsbetrieb dank seiner ausfahrbaren Gondeln unglaublich wendig. Ich hätte zudem wetten können, dass es in der Lage war, jeden bestehenden Geschwindigkeitsrekord zu brechen – sowohl in unserer Heimatgalaxie als auch hier. Es war ein kleines Schiff, aber ich hätte für kein Geld des Universums ein anderes kommandieren wollen.
Meine Hand streichelte versonnen die Armlehne meines Kommandosessels, als ein Alarmton durch das Schiff schrillte und ich O’Brian’s Stimme hörte: „Captain – vier Schiffe halten mit hohem Impuls auf uns zu. Das erste hat eine Antriebssignatur, die dem aufgebrachten Piratenschiff ähnelt, ist aber sehr viel kleiner, etwa unsere Größe. Die drei anderen haben einen Antrieb wie das Shuttle, dass unser ‚Gast‘ geflogen hat.“
„Alles auf die Gefechtsstationen, Torpedos, Plasma- und Partikelkanonen klarmachen.
Merry – Kurs auf die Schiffe nehmen.“
„Captain – wir werden gerufen!“
Ich warf Lt. Uzumi einen irritierten Blick zu und wendete mich dann dem Schirm zu, auf dem Ima’s grinsendes Gesicht erschien: „Schön Euch zu sehen. Wenn Ihr Euch einmischt werden wir nicht undankbar sein, aber das Schiff und der Inhalt gehört uns.“
Merry und ich erwiderten das Grinsen freudig: „Geht in Ordnung, Captain!“

Die Schlacht war kurz – genaugenommen konnte man nicht von einer Schlacht reden: Als die Piraten uns entdeckten und daher ihren Rückweg abgeschnitten sahen gaben sie einfach auf. Ima rief uns erneut und lud Merry und mich auf ihr Schiff ein, eine Einladung, die wir nicht ablehnen konnten.
Die Frauen, die an Bord des Schiffes Dienst taten, hätten auf jedem Sklavenmarkt Höchstpreise erzielt, zumindest, wenn es jemand geschafft hätte, ihnen die Waffen abzunehmen, und alle sahen aus, als könnten sie damit umgehen.
Ima schenkte uns eigenhändig grinsend ein Getränk ein: „Entschuldigt die schlampige Bedienung – wir haben noch keine Sklavinnen an Bord.“
„Wie geht es Niamh?“
„Sie gewöhnt sich ein. Obwohl sie sich nicht unwohl fühlt – glücklich ist sie nicht.“
„Woran liegt es?“
„Ihr fehlt ihr. Vor allem wohl Jenn. Ich hab die Kleine wirklich lieb, und ich denk, sie mich auch. Aber Jenn … sie liebt Jenn. Ich bin daher froh, Euch so schnell wieder zu sehen. Sonst hätte ich noch länger warten müssen, bis ich Euch fragen kann, ob Ihr Jenn verkaufen würdet.“
Merry lehnte sich schmunzelnd zurück: „Weißt Du, Ima – nackt hast Du mir besser gefallen.“
Anders als Ima grinsend ansehen konnte ich nicht, die reagierte allerdings recht gelassen: „Du hast mich befreit. Um den Anblick hast Du Dich selbst gebracht, oder?“, zwinkerte sie. „Dabei ist ja nichtmal ausgeschlossen, dass ich Dich wieder einmal an mich lassen könnte. Ihr Männer habt gewisse Vorzüge, die Frauen nur unvollkommen ersetzen können!“, feixte sie.
Merry lachte leise und wurde dann ernst: „Karen und ich haben noch heute früh über Niamh und Dich gesprochen. Jenn nämlich geht es ebenso wie Niamh. Und da man Geschenke nicht zurückverlangt können wir wohl nur eines tun: Das Geschenk erweitern.“
Ima sah ungläubig zwischen Merry und mir hin und her, auch dann noch, als ich lächelnd nickte.
„Ihr meint das ernst, oder?“
„Wem nützt eine unglückliche Sklavin. Jenn war früher unsere Mannschaftskameraden – das hebt sie in unseren Augen etwas über eine ‚normale‘ Sklavin hinaus. Eine andere würden wir vermutlich einfach verkaufen. Jenn ist uns zu wichtig – Niamh ebenso.“
„Ihr seid gute Menschen, Ihr beide.“
„Wir sind Menschen.
Klär uns auf, was sagen Deine Leute?“
„Ich werde in einigen Tagen nach Orilla fliegen und bei Eurem Rat um ein Gespräch bitten. Die Versammlung der ENs hat in allen Punkten zugestimmt.“
„Das ist mehr als erfreulich. Habt Ihr Bedingungen?“
„Nein – aber einige Bitten. Wir würden gern unsere Schiffe auf Orillianischen Werften warten lassen, natürlich gegen Bezahlung. Und wir hätten gern als Gegenleistung für unseren Kampf gegen die Piraten 32 Ionen-Reaktoren.“
„Das mit den Werften ist realistisch. Ob der Rat die Reaktoren herausgibt …“
„Dabei handelt es sich nur um eine Bitte. Eine Bedingung ist das nicht.
Noch etwas: Unsere männlichen Gefangenen überstellen wir an Euch. Wir haben gehört, dass es Arena-Kämpfe geben soll – wenn wir etwas zu Eurer Unterhaltung beitragen können, dann tun wir das gern. Die erste Lieferung bringe ich mit, wenn ich Euch besuche.“
„Das wird bei der Entscheidung über die Reaktoren sicher wohlwollend aufgenommen.“
Ima grinste: „Ja. Das haben wir uns auch gedacht.“
„Ima – erinnerst Du Doch an den Tag, als wir Dich fanden?“ Unsere Freundin nickte traurig. „Wir haben Deine Co-Pilotin abgeholt; wir dachten, vielleicht würdet Ihr sie gern angemessen beerdigen wollen.“

Der Schirm des Bordcomputers leuchtete uns entgegen, als ich die Seite der größten Sklavenzucht Klathu’s aufrief. Merry sah auf den Schirm und tippte mir dann auf die Schulter: „Süße – was machst Du da?“
„In ein paar Minuten sagen wir Jenn, sie soll ihre Fernbedienung nehmen und gehen. Damit ist dann Akiko ganz allein. Also brauchen wir eine neue Sklavin, und an Klathu fliegen wir bei der erstbesten Gelegenheit vorbei.“
„Du hast Dir das genau überlegt, oder?“
„Wäre ich sonst ich?“
„Nein.
Ich liebe Dich, Karen.“

Teil 2 - Jenn


Ich begab mich zur nächsten Dusche; Ensign Huang hatte mich lang und ausgiebig gevögelt, ich hatte ihn befriedigt, aber ich war – wieder einmal – ohne Höhepunkt geblieben. So ging es mir seit ein paar Tagen immer wieder, und wieder stand ich wenig später unter der Dusche und weinte. Als ich mich abtrocknete wurde ich ins Quartier meines Herrn befohlen; ich hoffte, er wollte keinen Sex, mir war nicht nach Sex.

Ich hatte mich kaum niedergekniet, als mir meine Herrin eine Fernsteuerung zuwarf, die ich noch gerade fangen konnte. „Bring die der Person, die Dich auf dem Schiff empfängt, auf das Du gleich teleportierst wirst. Du bist unglücklich bei uns – also verschenken wir Dich.“
„Bitte nicht, mein Herr … meine Herrin. Bitte nehmen mir nicht auch noch Sie!“
„Du hast Deine Befehle – geh.“
Mein Schluchzen begleitete mich den ganzen Weg zum Transporterraum.

Mit tränenden Augen materialisierte ich mich auf dem anderen Schiff, wo ich eben wegen dieser Tränen zwar erkannte, dass mich eine Frau empfing, die kaum mehr am Leibe trug als ich, aber ihr Gesicht nicht identifizieren konnte.
„Willkommen an Bord, Jenn.“
Mit den Händen wischte ich mir die Tränen aus dem Gesicht und schaute genauer hin – wenig später fiel ich Ima um den Hals.
„Von einer Lustsklavin mit Deiner Erfahrung hätte ich ein anderes Benehmen erwartet.“, lachte sie.
„Entschuldige, Herrin – ich konnte mich daran noch nicht gewöhnen.“ Errötend kniete ich nieder. „Oder muss ich nun ‚meine Herrin‘ sagen? Die soll ich Dir jedenfalls übergeben, Herrin.“ Ich reichte ihr die Fernsteuerung.
„Danke – und, nein, ich bin nicht Deine Herrin. Ich bin nur die Botin. Du, Süße, bist ein Geschenk für eine ganz besondere Person!“
„Ja, Herrin.“ So sehr ich mich einen Moment gefreut hatte, meine Besorgnis nahm wieder zu.

Ima war sehr schweigsam, führte mich durch eine Höhle, die größer als der größte Hangar war, den ich je gesehen hatte, teleportierte mich erneut, führte mich durch einen Wald mit enorm alten und daher sehr großen Nadelbäumen in ein Lager, das aus einer Gruppe Zelte bestand. Dort saß eine blonde Frau auf einem Fass und sah uns abwartend entgegen. Ich kniete artig nieder, grüßte die Fremde und tat dann, als wäre ich gar nicht da.
„Wie ist es gelaufen, Ima?“
„Wir hatten zwar etwas Hilfe, dafür verfügen wir nun über ein neues Scoutschiff sowie acht männlichen und 17 weiblichen Gefangenen.“
„Welche Art Hilfe?“
„Das Scoutschiff der Federation war noch außerhalb der Badlands unterwegs und schnitt den Piraten den Weg ab.“
„Gegen welche Leistung?“
„Keine. Reine Hilfsbereitschaft.“
„Nette Menschen.“
„Aye – sehr nett. Sie haben sogar, wie ich Dir ja schon angekündigt habe, ein Geschenk für Dich.“ Ima zeigte auf mich, ich sah demütig zu Boden.
Die Blonde lachte glockenhell: „Ich frage nochmals: Was soll ich mit einer Sklavin? Ich weiß mit so was nicht umzugehen!“
„Weiß ich auch nicht, aber ich lerne es gerade.
Sklavin Jenn – Beautystand.“
„Ja, Herrin.“ Ich stand auf, spreizte die Beine schulterweit und legte die Hände in den Nacken.
„Die ist schön!“
„Aye. Und sie ist eine wundervolle Liebhaberin.“
„Ist sie das, ja?“
„Probiere sie. Sie ist Deine. Mit dieser Fernsteuerung hast Du Kontrolle über ihre Cuffs, ihr Collar und ihre Piercings.
Und wenn Du sie für anderes nicht haben willst: Für das Sammeln von Obst, für das Zerlegen von Jagdbeute, zum Kochen und Feuermachen taugt sie allemal.“
„Du bist sehr überzeugend.“
„Nicht wahr? Außerdem bin ich schmutzig und gehe jetzt schwimmen.“
Und plötzlich war ich mit einer Frau allein, die ich nichtmal kannte – aber jetzt ‚meine Herrin‘ nennen musste.
„So … und was mach ich jetzt mit Dir?“
„Was immer Sie möchten, meine Herrin.“
„Zunächst einmal möchte ich, dass Du mich ansiehst, wenn ich mit Dir rede.“, grummelte sie. „Wer seinem Gegenüber nicht in die Augen sieht hat meist etwas zu verheimlichen.“
„Wie Sie wünschen, meine Herrin.“
„Und mit dem Siezen ist auch Schluss.“ Meine neue Herrin sah mich neugierig an: „Was kann so eine Sklavin denn alles?“
„Meine Herrin, ich war früher Astronomin. Während meiner Sklavenausbildung lernte ich mit den Orillianischen Hausgeräten umgehen, Haltungen einer Sklavin, später dann verschiedenste Techniken der Lustbefriedigung an Männern und Frauen, meine Herrin.“
„So, wie Du Dich anhörst, bist Du darauf stolz, ja?“
„Meine Herrin, ich bin, was ich bin: Eine Sklavin. Und ich bin gern Sklavin. Bedeutet es Stolz, wenn man gern ist, was man ist?“
„Redegewandt jedenfalls bist Du – das ist gut, ich bin oft allein hier und liebe gute Unterhaltungen.“
„Danke, meine Herrin.“
Meine Herrin glitt von ihrem Fass herunter und ging langsam um mich herum: „Du bist schön, mein Mädchen.“
„Danke, meine Herrin.“
„Verschiedene Techniken der Lustbefriedigung?“ Der Fingernagel meiner Herrin fuhr über mein Dekolletee, die Brüste, die Warzenhöfe, die sich steil aufrichtenden Nippel. „Bei Dir jedenfalls scheint das recht einfach zu sein, oder?“ Ich sah sie nur traurig an. „Sklavin, ich mag mich irren, aber ich denke, wenn Dir eine Freie eine Frage stellt, dann hast Du zu antworten, oder?“
„Verzeih, meine Herrin.
Meine Herrin, im Normalfall ist es einfach – im Moment ist es für mich sehr schwierig.“
„Warum?“
„Meine Herrin, ich liebe. Und die, die ich liebe, wurde von Herrin Ima mitgenommen, sie fehlt mir.“
„Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann bist Du eine schlechte Sklavin.“
Betroffen sah ich meine Herrin an. „Aber … meine Herrin …“
„Ich weiß nicht, wie es anderen geht, für mich gehört zur Lustbefriedigung, dass ich die, die mich befriedigt, ebenfalls befriedigen kann. Du sagst, dass ich das nicht kann – das ist keine gute Voraussetzung für eine Lustsklavin.
Also habe ich nun folgende Möglichkeiten: Ich beschließe, dass Du für mich wertlos bist und verfüttere Dich an die Laruuna – vielleicht lassen die dann meine Jägerinnen in Ruhe. Oder ich warte ab und hoffe, dass Du Dich irgendwann darauf besinnst, wem Dein Herz zu gehören hast. Oder, dritte Möglichkeit, ich tu etwas für Dich.
Mitkommen, Mädchen.“
Sie stapfte schneller davon als ich „Ja, meine Herrin“ sagen konnte, und hatte einen Gang, der mir trotz meiner Trauer begehrenswert vorkam. An einem braun-orange gestreiften Zelt blieb sie stehen, zeigte stumm auf den Vorhang am Eingang und ging weiter; erst jetzt fiel mir auf, dass sie beim Gehen kein Geräusch machte.

Als ich durch den Vorhang trat hatte ich das Gefühl, mein Herz bliebe stehen: Auf einem Stapel Felle lag ein mir sehr vertrauter Körper unter einer wilden Mähne rot-lockiger Haare. Ich wollte jubeln, jauchzen, tanzen – und konnte mich vor Freude weder bewegen, noch bekam ich auch nur einen Ton heraus.
Niamh drehte sich murmelnd um und legte ihr Gesicht auf ihre Hände, ihre Brüste, eben so viel größer als meine, dass sie mir perfekt schienen, hoben sich regelmäßig, ihre schlanken, glatten Beine rieben sich ein wenig aneinander – sie war wunderschön, und ich begann erneut, leise zu weinen, dann setzte ich mich in den Schneidersitz, stützte meine Ellbogen auf meine Schenkel und legte meine Wangen in meine Hände. Ich weiß nicht, wie lange ich so saß und mich einfach an der Betrachtung ihres Gesichts erfreute.
Als sie ihre Augen öffnete trafen mich, wie es mir schien, zwei tiefgrüne Blitze mitten ins Herz; noch bevor ich auch nur einen Ton sagen konnte war sie aufgesprungen, hatte mich auf den Rücken geworfen und lag vor Freude weinend auf mir; es wunderte mich nicht, dass auch ich wieder zu schluchzen begann.
„Jenn – was tust Du hier?“
„Der Herr Merry hat mich verschenkt – an die EN.“
„Das heißt – Du bleibst??“
„Ja. Gott, ich hab Dich so vermisst.“
„Und ich Dich.“
„Und jetzt bist Du wieder meine First?“
„Noch ist das eine einfache Aufgabe: Wir sind die einzigen Sklavinnen hier.“
„Und was sind unsere Aufgaben?“
„Weiß ich nicht. Meine Herrin hat meine Dienste nicht eingefordert, seit ich hier bin. Naja … es sei denn, man betrachtet Reden als Dienst. Schwimmen. Und ihr beizubringen, was eine Herrin ist.“
„Schwierig klingt das bisher nicht.“
„Nee – aber was sie mit mir vorhaben: Die ersten weiblichen Gefangenen sollen hierher gebracht werden, und ich soll die neuen Sklavinnen ausbilden, deren First sein. Meine Herrin sagte, ich wäre nicht nur die First dieses Stammes, sondern des ganzen Planeten!“
„Wenn das eine schafft, dann Du.“
„Mit Dir an meiner Seite schaffe ich es vielleicht wirklich.“ Niamh legte ihre Wange an meine, schob ihre Hände unter meinen Rücken und drückte sich noch etwas enger an mich.

XXIV. Niamh - Fremde Welt

Ich schrie vor Schmerz, als Ima eine weitere Sequenz auf der Fernbedienung abrief, sich schmale Ketten zwischen dem Ring, der durch meinen Kitzler führte, und den Nippelringen rezzten, die sich entsetzlich verkürzten. Ich beugte meinen Oberkörper so weit ich konnte vor und konnte mir meinen lang gezogenen Kitzler betrachten.
„Entschuldige.“ Die Ketten verschwanden wieder.
„Ich hoffe, Du hast Dir das alles gemerkt.“ Wir hatten schon vieles probiert, einiges hatte sich gut angefühlt, nichts aber so schmerzhaft wie das eben.
Ima nickte und berührte erneut die Fernbedienung, eine Kette erschien zwischen den Cuffs an den Handgelenken und verkürzte sich, bis meine Handgelenke hinter meinem Rücken übereinander lagen. „Hui … das bringt Deine Brüste gut zur Geltung. Das lassen wir so.“
„Wird nun doch eine Herrin aus Dir?“
„Sei nicht so frech.“ Wieder betätigte sie das Instrument, das Collar rezzte eine etwa 1,50m lange Leine mit einer Handschlaufe, die zwischen meinen Unterschenkeln baumelte. „Na bitte.
Setz Dich lieber, ich weiß nicht, ob die Trägheitsdämpfer wirklich repariert worden sind.“

‚Eine Höhle‘ hatte sie gesagt. Ich wusste nicht, was die Steigerung für das Wort ‚Höhle‘ gewesen wäre, diese jedenfalls war gigantisch. Das Shuttle, mit dem wir hergekommen waren, war nicht klein, sah aber winzig in dieser Höhle aus, zumal dort auch eine Menge Schiffe verschiedenster Größe untergebracht war – das größte hätte sicherlich gereicht, alle 2000, die auf diesem Planeten lebten, zu evakuieren und noch Gäste mitzunehmen.
Nun stand ich also neben unserem Shuttle, mit auf den Rücken gebundenen Händen, Ima bückte sich, griff sich die Handschlaufe der Leine, gab mir grinsend einen Kuss auf jeden Nippel und zog mich dann hinter sich her.

Ich schaute mich erstaunt um: Wir standen auf einer Teleport-Plattform, die umgeben war von Waldboden. Soweit mein Auge reichte sah ich einen Nadelwald, der sich unter einem tiefblauen Himmel befand. Ein paar Wolken zogen über uns hinweg, wir hatten einen Vogelschwarm aufgeschreckt, der sich kreischend von uns entfernte.
„Was sagtest Du, wo wir sind?“
„Unter der Oberfläche von Panthera. Wir wissen nicht wo, aber irgendwo befindet sich ein Biosphärengenerator. Der Himmel ist echt – wenn auch über ihm die eine Höhlendecke liegt. Es regnet gelegentlich, je weiter man in den Norden kommt desto öfter. Wir haben je nach Lage normale Jahreszeiten – wenn man es nicht weiß kann man vergessen, dass die Umgebung eine künstliche ist, oder?“ Ima atmete den Geruch des Waldes tief ein und lächelte glücklich. „Gehen wir.“
Sie zog mich an der Leine hinter sich her, ich hatte Mühe ihr zu folgen, ohne zu stolpern. Wir waren etwa 20 Minuten gegangen, als eine Frau hinter einem Baum hervortrat, die einen kurzen Rock und ein knappes Oberteil aus Fellen trug und eine Hand auf dem Griff einer Waffe liegen hatte. „Ima – es ist schön, Dich wiederzusehen.“ Sie war eine Schönheit, eine Haut wie Milchkaffee, dunkelbraune, fast schwarze Haare, leuchtend blaue Augen, und das Lächeln, das sie Ima schenkte, war mit einem Wort bezaubernd. „Wo ist Ja’Dzia?“
„Sie hat es nicht geschafft, Bel’Ana.“
Die andere erblasste: „Wie?“
„Wir hatten technische Probleme und mussten auf Mandrina notlanden. Ich landete schlecht. Es tut mir Leid, Bel’Ana.“ Die Angesprochene nickte langsam mit Tränen in den Augen. „Gehst Du bitte vor und sagst, dass ich wieder da bin? Am Abend müssen wir reden – wir alle.“
„Das glaube ich auch. EN Fio wird sicher Fragen haben.“ Bel’Ana betrachtete neugierig Ima’s Brand und ihre Piercings, dann verschwand sie lautlos im Wald. Es war fast, als wäre sie nie dagewesen.
„Sie und meine Co-Pilotin waren Gefährtinnen.“ Ima sah mich traurig an. „Ich hatte Angst vor diesem Moment.“
„Sie hat mich nicht einmal beachtet.“
„Oh doch – es gab nur Wichtigeres.“

In der Mitte einer Ansammlung aus Zelten brannte ein großes Feuer, um das einige Baumstämme, Holzkisten und -fässer verteilt waren. An die Stämme gelehnt saßen einige Frauen auf dem Boden, einige saßen auf den Kisten, eine saß auf einem Fass. Einige waren ganz nackt, einige trugen nur kurze Röcke, die meisten waren gekleidet wie Bel’Ana und wie Ima gekleidet gewesen war, als wir sie gefunden hatten. Alle trugen Beinholster mit Waffen darin, einige sogar zwei. Ima zwang mich etwas außerhalb des Kreises in die Knie, trat vor eine an einem Baum lehnende Blondine mit lockigen Haaren, die im Stehen sicher über ihren Hintern gereicht hätten, und neigte respektvoll den Kopf.
„Schön, Dich wiederzusehen, Ima!“ Die Blondine lächelte.
„Schön, wieder hier zu sein, Fio.“
„Wie ich sehe hast Du einiges zu erzählen.“ Die Blondine zeigte auf Ima’s Brand, dann auf mich. „Also setz Dich – und erzähle.“
Ima riss sich ein Stück Fleisch von dem sich über dem Feuer drehenden Braten und setzte sich im Schneidersitz auf eine der Kisten. „Ja’Dzia und ich waren wie beschlossen auf Klathu und haben die Sklavenzucht der Hron’Gnir ausgekundschaftet. Den Rückweg schafften wir ohne Probleme bis Mandrina. Dort fielen die meisten Systeme aus, ich weiß nicht, warum. Wir mussten notlanden, aber das war ohne Trägheitsdämpfer nicht einfach. Ja’Dzia starb, ich wurde verletzt. Ich schaffte es noch, ein Notsignal zu setzen, dann verlor ich das Bewusstsein.“
Die auf dem Fass sitzende Frau nickte: „Wir haben es aufgefangen, aber als wir hinkamen war dort niemand. Auch das Shuttle nicht.“
Ima fuhr fort: „Richtig. Weil ein Schiff der Federation das Signal noch vor Euch auffing und dichter dran war. Sie retteten mich, nahmen das Shuttle mit, und versklavten mich.“ Ima zeigte auf den Brand, und die Frauen, die um Ima herumsaßen, wurden sichtlich unruhig.
Die Blondine allerdings war sehr ruhig: „Collar und Datenkapsel?“
„Aye – die Kapsel trage ich noch, die dort ebenfalls.“, zeigte sie auf mich. „Eine Aufgabe für Dich, Su.“ Die Frau auf dem Fass nickte. „Fio … Su … Jägerinnen.“ Ima warf den Bratenrest in den Wald und erhob sich. „Was wir tun ist richtig. Wie wir es tun ist falsch.“
Die meisten Jägerinnen schauten eher verwirrt, die, die Fio und Su genannt worden waren, wirkten eher amüsiert. „So … ist es das? Das wirst Du uns näher erklären müssen.“
Ima war erstaunt, sprach dann aber ruhig und konzentriert weiter: „Ich weiß nicht, wie viele Sklavinnen wir befreit haben, ich frage mich aber, ob es wirklich eine Befreiung war.“ Die Reaktionen reichten von ungläubigem Staunen über Fassungslosigkeit bis sichtlicher Wut. „Hört mir zu! Ich war Sklavin, wenn auch nur für kurze Zeit. Und damit meine ich nicht Mädchen, die in einer Zucht aufwachsen wie wir das alle waren. Ich habe aktiv gedient – als Lustsklavin. Und obwohl ich Euch alle vermisst habe, obwohl ich vom ersten Tag an bis zum letzten immer wusste, ich würde fliehen und wieder herkommen, trotzdem hab ich das Dienen genossen.“
Einige der Frauen wirkten nun geradezu hasserfüllt, so dass sich nun die Blondine genötigt sah, aufzustehen. Die Haare reichten ihr tatsächlich bis über den – wunderhübschen – Hintern. „Lasst sie reden, bei den Göttern.“
Ima sprach mit erhobener Stimme weiter: „Schaut – wir haben Sklavinnen befreit, weil wir alle dachten, sie wollen nicht sein, was sie sind, richtig? Das ist falsch! Ich habe mit vielen Sklavinnen gesprochen – ich war selbst eine! Die meisten sind gern, was sie sind!
Niamh – was bist Du?“
„Ich bin Deine Sklavin, meine Herrin.“ Ich lächelte stolz in die Runde, allerdings verblasste mein Lächeln schnell, als ich die Reaktionen der Frauen realisierte. Empörung war noch die freundlichste.
„Sklavin, wenn ich Dir anböte, Dein Collar abzunehmen, was würdest Du sagen?“
„Ich würde darum bitten, das nicht zu tun, meine Herrin.“
„Warum?“
„Meine Herrin, ich bin 29 Jahre alt. Bis vor wenigen Wochen war ich frei wie Ihr. Dann wurde auf Orilla eine Sklavin aus mir gemacht. Wenn man mich vor die Wahl stellen würde, mein altes Leben wieder aufzunehmen oder zu bleiben was ich bin, dann würde ich mich jederzeit dafür entscheiden, Deine Sklavin zu bleiben, meine Herrin.“
Ima wandte sich wieder an ihre Leute: „Seht Ihr, was ich meine? Wir rauben Menschen wie sie und machen Panther aus ihnen – was also ist daran richtiger als an dem, was wir denen im Phoenix-System vorwerfen? Die machen Sklavinnen – manche wollen das sein, manche nicht. Wir machen Panther – manche wollen das sein, manche nicht. Sind wir wirklich besser als sie?
Diese Sklavin dort ist meine. Sie liebt es zu sein, was sie ist. Sie dient mit jeder Faser ihres Körpers, jeder Windung ihres Hirns und jedem Schlag ihres Herzens. Sie dient mit eben so viel Eifer und Seele wie wir das tun, nur einer anderen Sache. Wie viele von Euch würden gern gezwungen, etwas zu sein, das sie nicht sein wollen, hm?“ Ima sah sich mit funkelnden Augen um und sah im Licht des Feuers wunderschön aus. „Keine, hab ich mir gedacht. Viele Sklavinnen wollen das ebenso wenig.“
Die, die von Ima Su genannt worden war, schaute meine Herrin nachdenklich an: „Und? Was schlägst Du nun vor? Dass wir mit unseren Überfällen aufhören und einfach aussterben? Denn das würde früher oder später passieren!“
„Ich denke, das sollte Niamh erklären, diese Ideen stammen von ihr und einer anderen Sklavin.“
Ich hatte mich nie so unsicher gefühlt: Ich kniete nackt vor einer Gruppe Frauen in der Position, in der ich mich am wohlsten fühlte, die Knie deutlich breiter als meine Schultern gespreizt, die Hände hinter dem Rücken gefesselt. Die EN nickte mir zu: „Also?“
„Herrinnen, meine Schwestern und ich …“
„Deine was?“
„Meine Schwestern! Mit-Sklavinnen.“
Die EN grinste in die Runde: „Schwestern!“ Die anderen Frauen grinsten, die Stimmung entspannte sich deutlich. „Sprich weiter, Sklavin.“
„Danke, Herrin.
Meine Schwestern und ich denken, Ihr müsstet nicht aussterben, Herrinnen. Auf Orilla – und vermutlich auch auf Klathu und den anderen Systemen – werden Sklavinnen wegen Ungehorsam zum Tode verurteilt. Sklavinnen, die ungehorsam sind, sind es vermutlich, weil sie eigentlich keine Sklavinnen sein wollen. Wir denken, dass ein Dialog mit dem Rat der Federation möglich sein müsste, diesen Sklavinnen die Wahl zu lassen, zu sterben oder zu Euch zu gehen.“
„Und Du denkst wirklich, die reden überhaupt erst mit uns? Warum sollten sie das tun?“
„Herrin, wir sehen dafür zwei Gründe: Zum einen wollen die bestimmt nicht, dass weiterhin ihre Zuchten und Siedlungen überfallen werden. Und dann habt Ihr gemeinsame Probleme.“
„Ach – haben wir die?“
„Sicher, Herrin! Wir haben hier, direkt vor Eurer Haustür, ein Piratenschiff aufgebracht. Die sind hier, Herrin – und die werden bestimmt wiederkommen!“ Die Frauen sahen sich nachdenklich an. „Herrinnen, ich denke, wenn der Rat nicht einverstanden wäre, dann hätte mein vormaliger Herr meine Herrin niemals laufen lassen.“
Su ließ sich elegant von ihrem Fass gleiten und baute sich vor Ima auf: „Laufen lassen? Du bist nicht geflohen?“
„Nein – dazu kam ich nicht.“
„Prima – die werden Dich verfolgt haben. Fio? Sind Scoutschiffe in den Badlands?“
„Aye … zwei.“
„Herrinnen, verzeiht bitte, aber mein vormaliger Herr schwor, die Badlands zu verlassen, nachdem wir abgeflogen waren. Ich kenne diesen Mann, er würde niemals sein Wort brechen.“
„Ein Mann mit Ehre? Wer’s glaubt.“
„Ich glaube ihm!“ Ima sah entschieden in die Runde. „Ihr könnt mich töten, wenn Ihr in den Badlands ein Schiff der Federation antrefft!
Ich persönlich finde die Ideen von Niamh und ihren Schwestern gut. Und ich habe gern eine Sklavin. Ihr alle habt mir schon Lust bereitet, aber keine in dem Maße wie sie das tut. Ihr alle solltet Euch überlegen, Euch auch eine anzuschaffen. Wenn wir Piratinnen in die Finger bekommen, dann sagt doch niemand, dass alle Panther werden müssen. Auch wir können von denen welche als Sklavinnen behalten. Die haben eh welche dabei – wenn sie Sklavinnen bleiben wollen, warum dann nicht bei uns? Warum lassen wir nicht Sklavinnen Früchte für uns sammeln, während wir jagen?
Redet mit Niamh – benutzt sie, wenn Ihr wollt.
Su – holst Du mir diese Datenkapsel aus der Hand?“

Ich kam mir vor wie in einem Zoo: Alle anwesenden Frauen schauten mich neugierig an. Die EN lehnte sich wieder an den Baumstamm und winkte mich zu sich.
„Dein Name ist Niamh?“
„Ja, Herrin.“
„Und Du bist wirklich gern Sklavin?“
„Ja, Herrin.“
„Warum sind dann Deine Hände gebunden? Fliehen würdest Du doch dann sowieso nicht, oder?“
„Richtig, Herrin, aber meine Herrin fand, dass meine Brüste so schön zur Geltung kommen. Wenn es ihr gefällt, dann gefällt es mir.“
„Sie hat Recht.“, lächelte sie. „Also – Du glaubst der Aussage Deines ehemaligen Herrn? Du denkst, er hat die Badlands verlassen?“
„Ja, Herrin.“
„Warum sollte er das tun?“
„Herrin, er mag meine Herrin. Er möchte nicht gegen sie Krieg führen müssen. Außerdem denkt er, jeder sollte leben können wie er möchte. Wenn eine Frau Sklavin sein möchte, dann soll sie das sein dürfen. Wenn eine Frau ohne Männer leben möchte, dann soll sie das tun. Wenn ein Mensch Sklavinnen halten möchte, dann soll auch er das dürfen. All das widerspricht sich doch nicht, Herrin.“
„Aber gegen die Piraten in den Krieg ziehen ist für ihn kein Problem? Warum sollen denn die nicht leben wie sie’s möchten?“
„Herrin – ich denke, jeder soll leben wie er mag, solange andere nicht in ihrem Willen beschränkt werden. Piraten aber ist der Wille der Überfallenen egal, denen wird alles weggenommen, freie Frauen werden versklavt, ob sie wollen oder nicht, und verkauft. Denen ist der Wille ihrer Opfer egal. Herrin – solange Ihr den Willen der Menschen auf Orilla, Klathu und den anderen Planeten respektiert wird weder mein ehemaliger Herr noch der Rat etwas gegen Euch unternehmen. Würde der Rat das anders sehen, dann wären weder meine Herrin noch ich hier.“
Eine der Jägerinnen mischte sich ein: „Fio – wir sind viele Risiken eingegangen, um Sklavinnen zu befreien. Ich war eine, und mich hat damals auch nie jemand gefragt, ob ich das überhaupt wollte.
Wie viele sind gestorben bei unseren Überfällen? Wie viele sind mit überalterten Schiffen in die Luft geflogen, weil wir es nicht wagen, sie warten zu lassen? Wie viele werden krank, weil wir das Serum nicht bekommen? Eine friedliche Ko-Existenz mit Orilla könnte sich wirklich lohnen.“
„Wir berufen für heute Abend den Stammesrat ein. Darüber haben alle zunächst hier zu beschließen, danach werde ich die anderen ENs überzeugen müssen.
Willst Du mir dabei helfen, Niamh?“
„Herrin – was ich will ist unerheblich. Wenn es meine Herrin befiehlt werde ich helfen.“
„Also ist es Dein Wille, keinen Willen zu haben?“, schmunzelte sie. „Das finde ich nun wirklich interessant.“
„Herrin, verzeih bitte, ich habe sehr wohl einen Willen – nur stelle ich den hinter den meiner Herrin und aller Freien zurück.“
„Akzeptiert.
Denkst Du, eine Sklavin könnte hier dienen wollen? Oh – falsche Frage. Dienst Du gern hier?“
„Herrin, ich diene meiner Herrin und tu das gern. Es ist nicht wichtig, wo meine Herrin lebt.“
„Wie bist Du zu Ima gelangt?“
„Ich gehörte dem Steuermann und ersten Offizier des Föderationsschiffs Horizon, Herrin. Ihm gehörte auch meine Herrin. Er ließ sie des Friedens willen gehen, und schenkte mich ihr, damit ich hier für die Sklavinnen sprechen kann, weil es hier ja keine gibt.“
„Und Du dienst ihr gern, obwohl Du einfach verschenkt wurdest?“
„Sicher, Herrin. Sie ist doch jetzt meine Herrin!“
„Und das würdest Du auch so sehen, wenn sie Dich ebenfalls verschenken oder verkaufen würde?“
„Herrin, ich habe zu meiner Herrin ein sehr inniges Verhältnis, denn wir waren Schwestern. Dennoch würde ich jeder Herrschaft, zu der ich gelange, ebenso hingebungsvoll dienen wie ihr.“
„Und so würde jede Sklavin antworten?“
„Wenn sie ebenso sehr Sklavin sind wie ich: Ja, Herrin.“
„Und wenn nicht wären sie für uns als Mitglieder des Stammes geeignet, meinst Du, ja?“
„Herrin, ich denke, es gibt Frauen, die gern Sklavin sind. Andere sind gern freie Frauen. Von denen sind sicher viele gern auf Orilla als Pilotinnen oder Händlerinnen oder Slaverinnen. Einige würden aber sicher gern so frei leben wie Ihr das tut – ich weiß nicht, ob Ihr viele von denen auf Orilla finden werdet oder auf Klathu. Aber unter den Piraten gibt es sicher viele. Ich weiß leider wenig über die anderen Systeme, Herrin.“
„Du wirst es lernen.
Siehst Du das grüne Zelt dahinten? Da findest Du Su und Ima – Su wird Dir die Datenkapsel herausholen, sag bitte Ima, ich würde sie gern im Kreis sprechen.“
„Ja, Herrin.“

Die Herrinnen saßen gemütlich an einem niedrigen Holztisch, meine Herrin trug nun ebenfalls wieder einen knappen Rock und ein Oberteil aus Fellen.
„Meine Herrin?“
„Aye?“
„Die Herrin EN würde Dich gern im Kreis sprechen. Und die andere Herrin soll ich bitten, mir die Kapsel aus der Hand zu nehmen.“
„Danke, Kleines.
Su – lass sie heile, ja?“
„Klappe halten, Ima – in meiner Heilerei ist noch niemand zu Schaden gekommen.“
Die beiden grinsten sich an.
„Du wirst ihre Fesseln lösen müssen, so geht’s nicht.“
Meine Herrin betätigte die Fernbedienung, meine Hände lösten sich voneinander, dann verließ meine Herrin das Zelt.
„Setz Dich mal hierher.“ Die Herrin zeigte auf eine Liege, und ich gehorchte. „Her mit der Hand.“ Sie bestrich meine Handfläche mit einer zähen Paste, es dauerte keine Minute, bis meine Hand sich völlig taub anfühlte. Sie nahm eine Art Skalpell aus einer Kiste und piekte in meine Handfläche: „Fühlst Du noch etwas?“
„Nein, Herrin!“ Ich war erstaunt. „Was ist das für ein Mittel?“
„Amumimas-Salbe. Wirkt betäubend und desinfizierend.“ Sie führte einen tiefen Schnitt in die Hand und holte mit einer Pinzette die Kapsel heraus, legte sie auf den Boden und feuerte ihren Blaster darauf ab. Was dann geschah erinnerte mich an die Worte meiner Herrin, mir würde manches unheimlich vorkommen, es war unheimlich: Die Herrin hielt ihre Hand dicht über meine, murmelte leise einige unverständliche Worte, und der Schnitt in meiner Hand schloss sich, als wäre er nie da gewesen, lediglich eine winzige Narbe blieb zurück.
„Was .. wie …“
„Hör auf zu stottern. Ich bin Shaman.“ Su grinste mich an und wurde dann ernst. „Es gibt Energien in dieser Galaxie, die schwer fassbar sind. In allen bewohnten Gebieten sind sie zu finden, und manchen gelingt es, diese Energie sozusagen anzuzapfen, sie zu nutzen.
Wofür sind die?“ Sie hakte einen Finger in meinen linken Nippelring und zog daran.
Ich zuckte zusammen und gab dem Zug nach, näherte meinen Oberkörper so dem der Herrin: „Sie haben mehrere Funktionen, Herrin. Zum einen sehen sie interessant aus. Dann kann man einer Sklavin damit auf die Weise Schmerzen zufügen wie Du es gerade tust. Und zum dritten sind sie über eine Fernsteuerung und eine Art Mini-Replikator mit meinem Collar und meinen Cuffs verbunden, was interessante Fesselungen ermöglicht.“
„Vielleicht sollte ich Ima einmal um diese Fernsteuerung bitten, hm?“
Diese Herrin war keine, die man noch würde überzeugen müssen, hatte ich das Gefühl.

Geschätzt ging es auf Mitternacht zu, als die Herrin Su mich wieder ans Feuer führte, wo ich neben meiner Herrin niederkniete, diese saß neben der Herrin EN, neben mir saß die Herrin Su, die anderen Frauen hatten rund um das Feuer verteilt Platz genommen.
Herrin Fio stand auf und sah in die Runde: „Schwestern, Ihr wisst, um was es geht: Schlagen wir der Versammlung der ENs vor, eine Gesandschaft nach Orilla zu schicken? Friedlich mit ihnen zu koexistieren? Wollen wir selbst beginnen, Sklavinnen zu halten?“
„Was die Koexistenz angeht bin ich unsicher. Aber eine wie die“ Herrin Su grinste mich an. „hätte ich durchaus auch gern.“
„Mir wäre die Koexistenz wichtiger. Ich hab es satt, in Schrottkisten durch das All zu fliegen. Ich habe nur Sorge, ob wir den Orillianern vertrauen können. Es könnte gut passieren, dass die, die wir zu Verhandlungen schicken, mit einem Kragen enden.“ Bel’Ana schaute mich nachdenklich an.
„Ima sagt, sie hätte das Wort eines Orillianers und würde ihm trauen. Sie wird also die Verhandlungen führen. Wenn die wortbrüchig werden sollten, dann trägt sie auch die Konsequenzen.“
„Verdammt, langsam fangen diese Ideen an, mir zu gefallen. Vielleicht kann auf diese Weise Ja’Dzia sinnvoll gestorben sein.“
„Ich stelle das Ansinnen in zwei Schritten zur Abstimmung.
Wer ist dafür, dass ich der Versammlung der ENs vorschlage, Ima zu Verhandlungen nach Orilla zu schicken?“ Alle zeigten auf. „Und wer ist dafür, ab sofort allen weiblichen Gefangenen die Wahl zu überlassen, ob sie unserem Stamm als Jägerinnen beitreten oder als Sklavin dienen?“ Alle zeigten auf.
Die EN nickte ernst: „Nun, morgen ist eine Versammlung der ENs einberufen, ich rede mit ihnen. Ima, wenn ich Euch brauche, dann werde ich Euch anfunken, also haltet Euch bereit.“

Ima legte sich auf einen Stapel dicker Felle und deutete mir, mich vor sie zu legen, kurz darauf legte sich ihre Hand auf meine Brust.
„Und?“
„Was meinst Du, meine Herrin?“
Sie kniff fest in meinen Nippel: „Ich denke, wir sind hier unter uns, oder?
Also – was denkst Du?“
Ich war leicht zusammengezuckt und grinste, nur gut, dass sie das nicht sehen konnte. „Was soll ich sagen? Deine Leute scheinen mir sehr vernünftig zu sein. Und Verachtung habe ich auch keine bemerkt.“
„Du warst sehr überzeugend!“
„Ich habe nichts gesagt, was nicht auch von Dir hätte kommen können – und als ich angefangen habe, zu reden, waren sie von Deinen Worten schon fast überzeugt.“
„Und sonst?“
„Sonst bin ich irritiert. Ich weiß nicht wirklich, was ich hier soll.“
„Mir dienen und helfen?“
„Ima – ich habe gelernt, Lust zu schenken. Irgendwie bezweifle ich, dass Ihr hier eine Lustsklavin braucht.“
Ima lachte und rieb vergnügt ihre Brüste über meinen Rücken: „Niamh – was weißt Du schon darüber, was wir von Lust verstehen? Ich würde mich nicht wundern, wenn hier alle – und ich meine den ganzen Planeten – noch Jungfrau wären! Süße, Du wirst viel Arbeit haben. Dann: Wer, denkst Du, wird unsere neuen Sklavinnen unterrichten? Du bist die erste Sklavin dieses Lagers, dieses ganzen Planeten! Und Du wirst uns lehren müssen, den Sklavinnen, die kommen, die Herrinnen zu sein, die sie brauchen!“
„Ich – die First eines ganzen Planeten??“
„Zuviel Verantwortung?“
Ich schauderte, als ich spürte, wie ihre Zunge über meine Ohrmuschel glitt. „Das ist eine absolut unmögliche Aufgabe. Ich kann Dich lehren, die, Sklavinnen, die in dieses Lager kommen, vielleicht noch eine oder zwei Jägerinnen – mehr schaffe ich nicht. Ich bin kein Gott!“
„Du fühlst Dich aber göttlich an.“ Ima’s Hand massierte meine Brust zärtlich.
„Wenn Du heute noch schlafen willst solltest Du damit aufhören!“ Ich spannte meine Gesäßmuskeln an und massierte mit ihnen Ima’s Schritt.
„Wir werden das morgen weiter besprechen – und weiter machen. Schlaf schön, meine Sklavin.“
„Du auch – meine Herrin!“

Es kam mir vor, als hätte ich höchstens zwei Stunden geschlafen, als mich Ima unsanft am Arm schüttelte: „Los, Mädchen – aufstehen.“
„Ja, meine Herrin.“ Ich kam taumelnd auf die Beine. Ima traf diesmal auf Anhieb die richtige Kombination auf ihrer Fernsteuerung, die Leine erschien auf Anhieb, wurde von meiner Herrin aufgenommen, dann zog sie mich hinter sich her. Wir gingen etwa eine halbe Stunde durch den Wald, der Weg führte uns langsam aufwärts. Schließlich führte der Pfad durch einen Spalt in einer Felswand und endete auf einer Platte, einem Felsvorsprung, der fast 20m über einen Abgrund ragte. Die Aussicht war atemberaubend.
„Da hinten links, die bunten Kleckse, das sind unsere Zelte. Da rechts, wo der Rauch aufsteigt, lebt der nächstgelegene Stamm, dort treffen sich heute die ENs. Unter uns ist der Larssa-See. Er wird von einer unterirdischen Quelle gespeist und ist das ganze Jahr über badewarm.
Kannst Du schwimmen?“
„Ja, meine Herrin.“
„Gut.“ Sie schubste mich in den Rücken, und ich fiel – etwa 40m tief. Noch unter Wasser hörte und spürte ich, wie meine Herrin ins Wasser tauchte. Ich tauchte ein paar Züge und schwamm dann langsam der Wasseroberfläche entgegen. Es war herrlich: Ich war früher so gern geschwommen und merkte erst jetzt, wie sehr mir das gefehlt hatte. Plötzlich packte mich etwas am Fuß, ich wurde unter Wasser gezogen, schluckte etwas davon und tauchte prustend und hustend wieder auf.
„Du schwimmst gut!“ Ima’s Kopf tauchte grinsend neben mir auf.
„Du auch.
Darf ich hier auch allein her?“
„Ich mag Deine Figur, und schwimmen ist gut für die Figur!“, grinste sie.
Nebeneinander schwammen wir dem Ufer entgegen, Ima erhöhte ihr Tempo, eine Weile konnte ich mithalten, dann zog sie mühelos davon.
„Und Du sagst, ich schwimme gut?“, keuchte ich, am Ufer angekommen, atemlos.
„Wenn Du, wie ich, das hier jeden Tag tust, dann wirst Du schneller. Du hast gute Lungen und schlanke Muskeln – mag sein, Du wirst schneller als ich.“ Sie schnappte sich meine Leine.
„Darf ich etwas fragen?“
„Was sagte ich zu Fragen, wenn wir unter uns sind?“
„Entschuldige.
Warum die Leine? Du bist meine Herrin, ich werde Dir nicht weglaufen. Wohin auch, ich kenne mich hier nicht aus. Und selbst wenn: Ich wüsste nicht, wie ich auf die Oberfläche komme, und wie ich ein Schiff fliege weiß ich auch nicht.“
„Dummkopf.
Ist Dir mal der Gedanke gekommen, dass ich mich einfach gerne mit Dir schmücke?“

Ima hatte mich zum Feuer des Lagers zurückgeführt, nun saß sie an einen Baumstamm gelehnt, ich kniete neben ihr, und wir aßen Obst und Fleisch. Im Bewusstsein, dass ich echtes Fleisch, kein repliziertes, aß, wurde mir speiübel.
„Schmeckt Dir nicht, oder?“
„Es ist nicht der Geschmack, der ist auch nicht anders als aus einem Replikator. Das waren lebende Wesen, und ich war früher Ärztin.“
„Essen wirst Du es trotzdem.“
„Ima … bitte!“
„Bitten darfst Du mich um alles – und jetzt iss. Und währenddessen erklär mir, wie ich Herrin werde.“
„Du machst das schon sehr gut.“ Ich biss in das Fleisch und kämpfte erneut mit aufsteigender Übelkeit.
„Ich mach doch gar nichts.“
„Du hast mich eine 40m hohe Klippe hinuntergeworfen und zwingst mich, etwas zu essen das ich nicht will.
Ima, sei Du! Und tu, was immer Du willst, ohne dabei Rücksicht auf das zu nehmen, was ich will. Sei bereit, mich zu demütigen und, wenn ich gegen Deinen Willen handle, auch zu bestrafen.“
„Ob Merry deswegen mit mir umgegangen ist wie er’s tat?“
„Naja – was Demütigung ist weiß Du nun, oder?“
„Ja – und auch, wie sie sich anfühlt. Irgendwann muss ich ihm dafür danken.“
Ich schluckte den letzten Rest Braten hinunter und griff erleichtert nach etwas, das wie ein Apfel aussah, aber nach einer Mischung aus Pflaume und Birne schmeckte. „Wo sind all die anderen?“
„Fio ist mit Su und Bel’Ana im Nachbar-Lager, die anderen werden jagen oder Obst sammeln. Demnächst werdet das Obst Ihr Sklavinnen übernehmen.“
„Ja, meine Herrin!“, grinste ich, wurde dann aber ernst: „Habt Ihr nie versucht, Obstbäume zu züchten? Oder bei Euren Überfällen einfach auch einige Replikatoren zu stehlen?“
„Gute Idee. Man findet hier ja auch jede Menge Ionen-Reaktoren, an die man die anschließen könnte!“
„Ups.“
„Genau. Ups.
Solange wir hier leben werden wir jagen. Das Schöne für uns ist, dass wir demnächst weniger zu tun haben werden, wenn wir Sklavinnen haben und die lehren, wie man Tiere abzieht, ausnimmt und zerteilt.“ Ich wurde blass und sah sie nur stumm an. „Einwände?“
„Nein, meine Herrin.“
„Gut – geh Dich waschen, Dein Gesicht ist fettig.“

Nachdem ich zurückgekommen war kniete ich mich dicht neben Ima. „Was denkst Du? Wie geht es jetzt weiter?“
„Hängt davon ab, was die Versammlung der ENs beschließt – und was die Hareena dazu sagt.“
„Was ist eine Hareena?“
„Die höchste der ENs. Sie wird alljährlich von den anderen ENs gewählt. Niemand auf Panthera genießt mehr Respekt.“
„Und wenn sie beschließen, Eure Beschlüsse für den ganzen Planeten umzusetzen?“
„Dann werden wir beide reisen müssen. Zurück nach Orilla.“
„Ima?“
„Hm?“
„Habt Ihr Geld?“
„Hat ein Fluss Wasser? Wir haben alle Datenkapseln derer, die wir befreit haben, und die der Wächter, die wir töten mussten. Das sind eine Menge Klicks.
Warum?“
„Kauf bitte zwei oder drei ausgebildete Sklavinnen. Das, was Du von mir verlangst, ist für eine zu viel.“
„Ich denke darüber nach.“ Ima griff in mein Collar und zog mich auf sich. „Dein Körper hat mir gefehlt.“
„Es ist nicht mein Körper – es ist Deiner.“ Ich küsste sie sanft und sah sie lächelnd an.
Ihre Hände legten sich sanft auf meinen Po: „Das ist etwas, an das ich mich erst gewöhnen muss. Ich besitze nicht viel. Etwas Kleidung, eine Waffenkiste. Ich hab mir nie vorstellen können, einen Menschen zu besitzen.“
„Du besitzt eine Sklavin. Solange Du eine Sklavin als Menschen betrachtest wirst Du nie eine richtige Herrin werden.“ Ich streichelte ihren Körper mit meinem und fühlte mich richtig wohl.

„Weißt Du … für Eure Hilfe gegen die Piraten und dafür, dass Ihr aufhört, Klathu zu plündern, könntet Ihr doch eigentlich ein bisschen verlangen, oder?“
„Woran denkst Du? Sklavinnen?“
„Nee – da fangt Ihr bei den Piraten bestimmt genug. Aber … einen Ionen-Reaktor für jedes Lager vielleicht?“
„Fängst Du schon wieder an? Nichts riecht so gut wie ein frischer Braten.“
„Denk doch nur mal an die Zeit, die Ihr spart, wenn Ihr nicht mehr jagen müsst! Und an das, was man mit dieser Zeit anstellen kann!“
„Hmmmm … mir gefällt gut, was Du da anstellst.“
„Nicht wahr – könnte ich aber nicht, wenn Du jetzt jagen müsstest.“
„Du bist ein Biest, weißt Du das?“
„Ich mach mir nur Sorgen um Dein Wohlergehen.“
„Mir gefällt es, wenn Du Dir Sorgen machst – nimm noch einen Finger mehr, Du Biest.“
„Aber gern, meine Herrin.“

Ima schrie einen Höhepunkt in den Wald, und ich ließ die drei Finger, die ich in ihr stecken hatte, langsam ruhiger werden.
„Interessant.“ Ich blickte zur Seite und sah in das amüsierte Gesicht der EN. Neben ihr standen Su und Bel’Ana, beide sahen ebenso belustigt auf uns hinunter.
Ima fasste sich schneller als ich: „Interessant ist gar kein Ausdruck. Wenn Ihr wissen wollt, wie sich das wirklich anfühlt, dann leiht sie Euch oder schafft Euch auch eine an.
Sklavin, nimm Haltung an.“ Ich zog meine Finger aus ihr und kniete mich artig hin – was in diesem Fall bedeutete: Mit geschlossenen Knien. „Knie vernünftig, Sklavin. Du bist auf einem Planeten, auf dem sich ausschließlich Frauen miteinander vergnügen, also zeige, dass man sich mit Dir vergnügen kann. Knie auseinander so weit geht.“
Ich gehorchte gern.
Die drei Hinzugekommenen setzten sich im Schneidersitz neben uns und lächelten meiner sehr zufrieden aussehenden Herrin zu. Die nahm meine Hand und schleckte genüsslich die Finger ab, die ich eben noch in ihr stecken hatte, anschließend sah sie fragend auf die EN: „Wie ist es gelaufen?“
„Die kurze oder die lange Fassung?“
„Die kurze – für die lange ist später Zeit.“
„Wir werden Piratenjägerinnen – und Deine Sklavin wird bald Gesellschaft bekommen.“
Ima nickte erfreut: „Wann soll ich reisen?“
„In etwa fünf Tagen – es ist ein Piraten-Scoutschiff in den Badlands. Die Hareena denkt, es würde sich gut machen, wenn Ihr ein paar Männer für die Arena mitbringt.
Erklärst Du mir bitte, warum Du guckst wie Du guckst?“
„Wenn Du je einen Mann gehabt hättest wüsstest Du das.“

XXIII. Rückkehr

Teil 1 - Merry


Unsere Heimkehr war mit einem Wort ein Triumph, doch weder Karen noch ich würden je vergessen, wem wir diesen Sieg zu verdanken hatten. Ima war uns langsam lieb und teuer geworden, sie hatte Geist, Humor, experimentierte beim Sex gern, war gierig und hingebungsvoll – und vor allem war sie gehorsam. Sie brauchte sich hinter den anderen Lustsklavinnen an Bord wahrlich nicht mehr zu verstecken. Karen und ich hatten uns etwas vorgenommen, und wir machten uns daran, das nun umzusetzen.

Unsere Mädchen knieten im Laden des Händlers, der schon die Collare verkauft hatte – Ima trug nun das gleiche. Und obwohl die Mädchen, die von dem Händler Nippelringe sowie eine Kette, die von den Nabeln zu den Kitzlern führte, erhalten hatten, schreckliche Schmerzen haben mussten, sahen sie uns stolz an. Wir schickten sie nach Hause mit dem Befehl, füreinander zu sorgen, und begaben uns zur Raumfahrtbehörde.

Wir salutierten vor Admiral Kaliana und nahmen dann auf ihren Wink hin Platz. „Captain Turner, Commander Merryweather, im Auftrag der Behörde spreche ich Ihnen meine Anerkennung aus. Sowohl Sie wie auch die Horizon haben unsere Erwartungen weit übertroffen.“
„Danke, Admiral.“
„Sie haben um eine Anhörung beim Flottenrat gebeten. Dieser Bitte wurde stattgegeben. Sie haben Ihren Termin in fünf Tagen um 15:00 Uhr.“
„Danke Admiral.“

„Fünf Tage. Eigentlich sollte das reichen, oder?“ Ich nahm Karen’s Hand in meine.
„Aye. Hoffen wir, dass der Rat zustimmt.“
„Sie wären keine Admiräle, wenn sie Dummköpfe wären.“
Wir hatten das Geschäft erreicht, wo wir die Collare gekauft hatten und tätigten einen weiteren Einkauf.

„Niamh – mitkommen.“
„Ja, mein Herr.“
Während Karen sich in ihrer Kabine eine Massage der drei anderen Mädchen gönnte betraten Niamh und ich meine Wohnung. Meine Sklavin kniete vor mir und sah mich aufmerksam an.
„Ich habe Dir nicht gesagt, dass wir mit Deiner Arbeit an Bord der Horizon mehr als zufrieden waren.“
„Mein Herr, ich freue mich, wenn ich Sie zufrieden stellen kann.“
„Ich weiß.
Niamh, wenn man eine Sklavin wirklich demütigen möchte, was wäre da eine gute Herangehensweise?“
Niamh schluckte trocken und sah mich besorgt an, verkniff sich aber jede Frage und dachte einen Moment nach. „Mein Herr, für mich wäre ein Vormittag in diesen Straf-Rahmen am Sklavenmarkt schrecklich. Allerdings weiß ich nicht, ob das mehr eine körperliche oder eine mehr seelische Demütigung wäre. Dann gibt es am Wochenmarkt Rahmen, in denen eine Sklavin zur Schau gestellt und von allen vorbeikommenden genommen werden kann. Es gibt Herrschaften, die Schilder aufstellen, auf denen es untersagt wird, dass die Sklavin den Höhepunkt erreichen darf. Das wäre wirklich schlimm für mich. Sehr schlimm wäre auch die zeitweise Überlassung an das Vergnügungsviertel von Orilla, wo die hingehen, die mit Sklavinnen Dinge tun, die sie ihren eigenen nicht zumuten wollen.“
„Danke, Süße. Beautystand.“
Auch wenn mein Befehl sie überraschen musste, sie gehorchte prompt, stellte sich hin, die Füße schulterbreit auseinander, und legte die Hände in den Nacken. Eine Berührung meiner Fernsteuerung ihres Collars fesselte ihre Hände an das Collar.
„Du siehst wunderschön aus, Sklavin – und Deine Piercings stehen Dir hervorragend.“
„Danke, mein Herr.“ Sie reckte mir stolz ihre Brüste entgegen.
Ich stellte mich vor sie, streichelte diese herrlichen Brüste, sah und fühlte, wie sich ihre durchstochenen Nippel versteiften, legte je einen Finger in die Ringe und zog daran. Niamh atmete scharf ein, rührte sich aber kein Bisschen, auch nicht, als der Schmerz ihr die Tränen in die Augen trieb. „Du machst mich stolz, mein Mädchen.“
„Danke, mein Herr.“, antwortete sie mit gepresster Stimme.
„Es wird bestimmt spannend, was diese Ringe und diese Kette …“ Ich nahm meinen linken Finger aus dem Ring, hakte ihn hinter die vom Nabel zur durchstochenen Clit reichenden Kette und zog hart daran, was Niamh mit einem spitzen Schrei quittierte, nach dem sie gegen mich fiel. „… in Verbindung mit der Fernsteuerung können, oder?“
„Ja, mein Herr.“ Die Tränen liefen meiner Sklavin die Wange hinunter, doch ihre Augen glänzten erregt, ihre Nippel reckten sich mir nach wie vor prall und steif entgegen, und mein tastender Finger fühlte die Hitze und Feuchtigkeit in ihrem Schritt.
„Erinnerst Du Dich noch an den Abend, als Du dieses Quartier zum ersten Mal betreten hast?“
„Ja, mein Herr.“
„Gut – triff die Vorbereitungen.“
„Ja, mein Herr.“ Sie trat mit sichtlich zitternden Knien an die Nische und rezzte den Pranger, klappte das Oberteil um und legte Arme und Hals in die Vertiefungen. Als ich den Pranger verschloss stellte ich fest, dass sie Recht gehabt hatte: Diesmal hatte er eine perfekte Höhe.
„Also – schauen wir mal, was das Collar-System so kann.“ Ich tippte eine Sensorenfolge in die Fernbedienung und sah vergnügt, wie das Collar feine Ketten rezzte, die sich mit den Nippelringen verbanden. Noch hingen diese Ketten leicht durch, also verkürzte ich sie, bis Niamh’s Nippel schmerzhaft lang in Richtung ihres Halses gezogen wurden. Meine Sklavin begann unruhig zu zappeln und stöhnte leise. Eine weitere Kette wurde auf Knopfdruck zwischen dem Ring in ihrem Kitzler und dem Collar – auch diese verkürzte ich deutlich, bis Niamh gequält aufschrie, dann legte ich die Fernbedienung beiseite.
Das Zappeln meiner Sklavin hatte zugenommen, sie sah in ihrem Schmerz ungeheuer erregend aus. Ich nahm mir nicht einmal die Zeit, meine Uniform auszuziehen, sondern öffnete nur meine Hose und drang in ihre Muschi ein. Ich wusste nicht, ob sie vor Schmerz oder vor Lust schrie, es war mir auch egal, ich vögelte sie hart und schnell; ihre Schmerzen und das Training ihrer Muskeln sorgten dafür, dass sie enger war als je zuvor, ihre Bewegungen und diese Enge bewirkten, dass ich sehr viel schneller kam als ich das gewollt hatte.

Teil 2 - Niamh


Ich verstand nicht, was in meinen Herrn gefahren war: Die Qualen, die er mir am Abend unserer Heimkehr zufügte, waren nur der Anfang; er verbrachte die kommenden drei Tage fast ausschließlich mit mir, das Collar-System fügte mir derartig heftige Schmerzen zu, dass ich mehr als einmal das Gefühl hatte, meine Nippel oder mein Kitzler würden mit nur ein wenig mehr Spannung schlicht zerrissen werden. Er vögelte mich in jeder erdenklichen Stellung, er penetrierte mich mit einem auf Stufe 1 gestellten Schockstab und nahm gleichzeitig meinen Hintern. Er führte einen Dildo in meinen Anus, der Ausmaße annahm, dass ich fürchtete, mein Ringmuskel würde gesprengt, und stieß meine Muschi. Wenn er erschöpft schlief hatte ich Gelegenheit, mich etwas zu erholen und zu säubern, kaum war er wach überfiel er mich mit neuen Foltern, neuen Schmerzen. Am Ende des dritten Tages war ich am Ende, mein Körper schmerzte überall, ich war grenzenlos erschöpft, sackte in den Armen meines Herrn zusammen und verschlief den ganzen kommenden Tag.

Jenn und Ima weckten mich durch eine sanfte Massage, in deren Anschluss wir gemeinsam frühstückten. Die beiden hatten ruhige Tage verbracht und wirkten so frisch und erholt wie ich – noch immer – erschöpft war.
Ima schaute mich traurig an: „Warum quält unser Herr Dich so? Hast Du etwas falsch gemacht?“
„Weiß ich nicht, aber das ist doch nicht wichtig. Wenn es ihm gefällt, dann ertrage ich das gern.“
„Ich weiß nicht, ob ich das könnte.“
Jenn gab Ima eine Kopfnuss: „Du bist mittlerweile eine ebenso dienstbereite Sklavin wie Niamh oder ich – Du würdest das ertragen.“

Unser Herr hatte die Kabine betreten, war artig gegrüßt worden und hatte anschließend auf seiner Fernsteuerung einen Befehl eingegeben, der die Cuffs unserer Arme mit den Nippelringen verband. Unsere Hände befanden sich so unterhalb unserer Hälse, bei unachtsamen Bewegungen zogen wir uns selbst die Nippel lang. Auf dem Gang erwarteten uns die Herrin Captain mit Akiko, deren Hände auf dieselbe Weise gefesselt waren wie unsere.
Unsere Herrschaften führten uns quer durch die Stadt, durch die Art unserer Fesselung kam ich mir wehrlos und vorgeführt vor – und war trotz meiner immer noch vorhandenen Erschöpfung schon wieder sehr erregt. Die Blicke einiger Vorbeigehender erregten mich zusätzlich: Wenn ich Jenn, Akiko und Ima ansah konnte ich mir denken, dass ich ebenso begehrenswert aussehen dürfte wie sie: Unsere im Prinzip an unsere Nippel geketteten Hände zwangen uns zu einer seltsam angespannten, doch dadurch sehr erotischen Gangweise.
Die Gegend, durch die wir gingen, wurde zunehmen düsterer, unordentlicher, das vorbeigehende Volk schlampiger. In immer kürzeren Abständen tauchten an den Straßen Fenster auf, hinter denen Sklavinnen angekettet auf Kundschaft wartete; ich sah Männer einzeln oder in Gruppen diese Räume betreten, sobald einer von ihnen seine Hand vor einem Sensor schwenkte färbte sich die zuvor grüne Tür grün, und das Fenster wurde undurchsichtig.
Die Herrschaften sahen sich neugierig um und führten uns schließlich in eine Art Gaststätte. Es war laut dort, die Herrschaften bekamen erst nach einer längeren Wartezeit einen Tisch, der recht dicht an einer sich in der Mitte des Raumes drehenden, etwa 5m durchmessenden Scheibe stand. Diese Scheibe wurde nun von einem in orange-goldfarbene Roben gehüllten Mann betreten.
„Ladies und Gentlemen, Androiden und Sklavinnen. Willkommen im ‚Last Ressort‘.
Als erste haben wir heute meine Neuerwerbung. Sie ist eine ungebildete Sklavin, der etwas Demut beigebracht werden muss. Eines unserer Kriegsschiffe fing sie in den Badlands, wo das Mädchen als Piratin aufgebracht wurde.
Heißt Melora willkommen!“
Eine sich sträubende Blondine mit herrlicher Figur wurde auf die Scheibe geschleppt, auf der plötzlich zwei senkrechte Stangen mit Ösen oben und unten erschienen. Die beiden Sklavinnen, die die Gefangene zu führen hatten, lösten Seile von ihren Hüften und banden die Blondine zwischen diese Stangen, bis diese frei schwebend zwischen ihnen hing.
„Nun – wer sich bedienen möchte, der bediene sich. Keine Reglements.“
Ich war nicht die einzige, die sich gespannt umsah, doch zunächst geschah weiter nichts, als das einfach weiter getrunken und sich lautstark unterhalten wurde. Nicht wenige Männer schauten immer wieder auf die in der Mitte des Raumes hängende Frau, doch niemand tat mehr als das – vorerst.
Wieder stellte sich der in orange-goldene Kleidung gehüllte Mann in die Mitte des Raums neben die Gefangene und ließ seine Hand über deren Körper wandern. „Will sie niemand? Schaut Euch diesen Körper an! Ich kann nicht glauben, dass niemand sie nehmen will!?“
Ein Mann auf einem der hinteren Plätze erhob sich und schob sich durch das Gedränge nach vorn: „Eine Wilde, hm? Na, mal sehen …“ Er stellte sich hinter die Schwebende, öffnete seine Hose und rammte ihr seinen Penis zwischen die Pobacken. Sie schrie laut auf, nicht nur einmal, sondern, bis der Mann stöhnte und sich aus ihr zurückzog. „Schöner Hintern, gute Muskeln.“
Er verschloss seine Hose und begab sich zufrieden grinsen an die Theke. Er war noch nicht einmal dort angekommen, da stand schon eine Schlange von sieben oder acht Männern vor der Scheibe. Einer nach dem anderen nahm die Frau, einige von vorn, einige von hinten, zweimal hing sie jammernd und kreischend zwischen zwei Männern. Als der letzte mit ihr fertig war sank sie bewusstlos zusammen.
Wieder trat der Ansager – oder war er der Wirt? – auf das Podest, winkte die beiden Sklavinnen wieder herbei, die die Ohnmächtige von den Stangen lösten und wegschleppten. „Hat noch jemand eine Sklavin, die etwas Demut nötig hat?“
Lange antwortete niemand, dann erhob sich mein Herr und zeigte auf Ima, die vor Schreck und sichtlichem Widerwillen erstarrte. Ich schaute meinen Herrn einen Moment lang ungläubig an und sah dann zu Boden. Mein Herr und der Ansager tuschelten eine Weile miteinander, letzterer betätigte Sensoren auf einem Armband, woraufhin die beiden Stangen in der Scheibe verschwanden und stattdessen vier etwa 1,20m hohe erschienen, die Ösen an der Spitze hatten.
„Jenn – Niamh – hängt sie auf!“ Unser Herr betätigte seine Fernbedienung, woraufhin sich die Hände von uns dreien von den Nippelringen lösten.
„Ja, mein Herr.“ Wir führten die unsicher laufende Ima auf die Scheibe, hielten ihre Hände an den einen Satz Stangen, ihre Cuffs rezzten Seile, die sich mit den Ösen verbanden. Anschließend verfuhren wir mit ihren Füßen auf dieselbe Weise, Seile erschienen und strafften sich nun dermaßen, dass Ima fast ausgestreckt zwischen den Stangen hing. Ich streichelte voller Mitleid ihre Wange und begab mich wieder zu meinem Herrn.
Der Ansager betrat erneut die Scheibe: „Hier haben wir eine weitere Wilde, auch sie wurde in den Badlands gefangen. Diese allerdings wurde zu einer vollendeten Lustsklavin ausgebildet. Auch hier: Keine Reglements. Ich gebe zu – ich finde diese Sklavin sehr reizvoll, daher nehme ich mein Recht als Inhaber der Bar in Anspruch und bediene mich als erster.“ Er öffnete seine Hose, stellte sich neben Ima’s Kopf und vögelte genüsslich ihren Mund. Ein anderer wollte nicht warten, stellte sich zwischen Ima’s Beine, enthüllte einen beängstigend großen Schwanz und rammte ihn in die Muschi meiner Schwester. Ihre Selbstbeherrschung konnte ich nur bewundern, ich war überzeugt davon, ich hätte versehentlich zugebissen. Ima aber schluckte den Schwanz des Wirtes unbeeindruckt weiter, obwohl der andere mit rücksichtsloser Härte wieder und wieder in sie stieß. Der Wirt genoss Ima’s Mund noch immer, als der andere einen gewaltigen Schwall Sperma auf den Bauch und die Brüste meiner Freundin spritzte. Er trat zur Seite und wurde nahezu übergangslos abgelöst, ebenso der Wirt, der wenig später zufrieden auf Ima’s schönes Gesicht schaute. Ima war weiterhin unbeeindruckt, auch bei den beiden nächsten und den dann folgenden, und unzufrieden zeigte sich von denen, die sich bei ihr bedienten, keiner. Ima bediente zwölf.

Teil 3 - Ima


Meine Muschi brannte und fühlte sich aufgeschürft an, meine Lippen fühlten sich ausgefranst und taub an, aber es ging mir gut. Als mich Jenn und Niamh losbanden mussten sie mich stützen, ich konnte mich nicht gerade halten, war aber stolz, als mir unser Herr zufrieden zunickte – und hasste mich für meinen Stolz und dafür, dass ich das Geschehene tatsächlich genossen hatte.
Wieder tuschelte der Wirt mit unserem Herrn, schüttelte den Kopf, unser Herr wurde energischer, bis der Wirt schließlich widerwillig nickte und, Niamh am Collar hinter sich herziehend, auf die Plattform trat, dort einen Pranger wie den rezzte, den ich aus dem Versammlungsraum kannte, in den er Niamh rüde einspannte.
„Ladies und Gentlemen, wir haben eine weitere Kandidatin. Sie stammt von der Erde und ist eine ausgebildete Lustsklavin. Reglement: Niemand darf in ihr kommen!“ Niamh starrte einen Moment nur erschüttert zwischen dem Händler und unserem Herrn hin und her, begann dann aber, stolz in das Publikum zu lächeln, schwenkte ihren Hintern und sah hinreißend, unglaublich begehrenswert aus. Umso mehr erstaunte es mich, dass zwar viele guckten, aber niemand auf die Bühne stürmte. Wäre ich ein Mann gewesen – und hätte noch laufen können – ich wäre gestürmt.
Der Wirt trat wieder auf die Plattform: „Wenn niemand dieses Stück Fleisch will, dann probiere ich jetzt, ob sie noch etwas aus mir herausbekommt.“ Er rieb seinen lediglich halb steifen Penis (der, wie ich ja wusste, selbst völlig erregt eine fast schon enttäuschende Größe hatte) durch Niamh’s Poritze und drückte ihn dann in ihren Hintern. Innerlich grinsend sah ich, wie Niamh sich konzentrierte, schließlich konnte ich mir denken, dass es mühsam sein dürfte, einen so kleinen Schwanz zu massieren. Der Wirt jedoch riss erstaunt die Augen auf und begann, sich zu bewegen. In meinem Mund hatte er es lange ausgehalten, hier jedoch begann er schnell zu stöhnen, erinnerte sich dann an das Reglement, zog sich aus Niamh zurück und ergoss sich auf ihren Rücken. Während er seinen Schwanz wieder in der Hose verstaute drehte er sich zu unserem Herrn um: „Die ist nicht zu verkaufen, oder?“ Unser Herr schüttelte grinsend den Kopf. Während der Wirt schulterzuckend die Plattform verließ trat ein anderer Mann auf die Plattform und kniete sich vor Niamh, öffnete seine Hose und nahm ihren Mund; meine Freundin sah noch immer hinreißend aus.
Während ein weiterer Mann die Bühne betrat und ohne großes Zögern tief in ihre Muschi drang fühlte ich eine Hand an meiner Schulter; als ich den Kopf drehte sah ich in Jenn’s warme, braune Augen: „Was denkst Du – warum tut unser Herr das?“
„Ich weiß es nicht. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Niamh oder ich irgendetwas falsch gemacht haben. Keine von uns hat das.“
Jenn nickte, überlegte einen Moment und fragte dann: „Wie war das?“ Sie zeigte auf Niamh, die gerade die Augen zukniff, weil ihr der, den sie eben noch im Mund hatte, seinen Samen ins Gesicht spritzte.
„Das hat mit mir ja keiner gemacht, aber … es ist erniedrigend, aber auch erregend. Und wenn Du das jemandem erzählst, hau ich Dich um!“, zwinkerte ich.
Jenn lächelte sanft, schüttelte den Kopf und wandte sich wieder der Bühne zu. Ich tat dasselbe, sah, wie Niamh’s Rücken in diesem Moment erneut bespritzt wurde, sie bereitwillig ihren Mund einem anderen Mann öffnete und sich ein weiterer zwischen ihre Schenkel kniete. Er holte einen erschreckend dicken Schwanz aus seiner Hose, zögerte einen Moment und rammte ihn dann in Niamh’s Hintern; ihr Ächzen konnte ich trotz des Lärms in der Gaststätte deutlich hören.
Das Wirtshaus leerte sich langsam, und weitere Männer leerten sich auf Niamh; ihr Rücken war feucht, ihre Haare, ihr Gesicht. Ich selbst fühlte noch den Samen, der auf meinem Rücken trocknete, und fand das Gefühl widerlich. Wie mochte sich erst die arme Niamh fühlen, die soeben einen weiteren Schwall auf den Po bekam, und noch immer steckte ein Schwanz tief in ihrem Mund. Zu meinem Erstaunen erhob sich nun unser Herr, ging einmal um Niamh herum, kniete sich dann zwischen ihre Beine, öffnete seine Hose und begann, hart ihren Po zu vögeln. Konnte es sein, dass er es genoss, wie beschmiert und benutzt Niamh aussah? Sein Gesicht jedenfalls sah ganz danach aus; obwohl ich ihn mittlerweile zu mögen gelernt hatte kam er mir in diesem Moment überaus seltsam vor. Niamh hing mittlerweile erschöpft in ihrem Pranger und reagierte kaum noch, als der vor ihr kniende Mann seinen Samen in ihre Haare spritzte. Es dauerte nicht lang, bis unser Herr sich über ihren Rücken und Po ergoss, aufstand, seine Hose schloss und sich wieder zu uns setzte.
Jenn, Akiko und ich sahen unsere Herrschaften fragend an und warteten darauf, dass wir Niamh aus ihrer Lage befreien durften, dieser Befehl jedoch kam nicht. Die Herrschaften tranken in Ruhe weiter, der Wirt kam an unseren Tisch und verabschiedete sich, zwei Sklavinnen, die ihm gehörten, begannen, den Raum zu reinigen, Niamh hing müde in ihrem Pranger. Die letzten Gläser unserer Herrschaften waren noch nicht ganz geleert, als sich die Herrin Captain an uns wandte: „Ima – Dein Herr, Jenn, Akiko und ich werden gleich gehen. Du wirst Niamh nach Hause bringen. Ihr begebt Euch in das Quartier Eures Herrn, duscht und schlaft Euch aus. Morgen Abend laufen wir aus. Wir erwarten, dass Ihr dann ausgeruht seid.“

Niamh und ich taumelten müde durch die Stadt auf der Suche nach einer Teleport-Plattform; zwar waren wir auf dem Hinweg gelaufen, vermutlich, damit unsere Herrschaften uns so vielen wie möglich präsentieren konnten, allerdings waren es sicher 6km gewesen, also war die Benutzung einer Plattform erlaubt.
Wir fanden eine und teleportierten in das Wohngebäude, dort betraten wir einen der Fahrstühle und stellten fest: Wir stanken. Wir stanken entsetzlich! Die Etagensklavin sah uns mitleidsvoll an, als wir den Fahrstuhl verließen. Niamh und ich hatten noch kein Wort miteinander geredet, seit wir die Gaststätte verlassen hatten, wir redeten nicht, als wir uns unter der Dusche gegenseitig abseiften, rezzten wortlos das Bett und kuschelten uns aneinander. Erst jetzt konnte ich die Frage stellen, die uns vermutlich beide beschäftigte:
„Was sollte das alles?“
„Ich weiß es nicht. Ima?“
„Hm?“
„Wie viele waren es bei mir?“
„Wenn ich unseren Herrn mitzähle: Zwölf.“
„Bei Dir auch.“
Wir küssten uns sanft. „Niamh?“
„Hm?“
„Welches Gefühl überwiegt bei Dir? Erniedrigung oder Befriedigung?“
„Ich finde Erniedrigung sehr befriedigend!“, grinste sie spitzbübisch.
„Ich auch. Und ich schäme mich dafür.
Weißt Du, was ich mich frage?“
„Hm?“
„Wie wäre es wohl, gleichzeitig drei …“
„Halt die Klappe, Ima!“ Niamh küsste mich kichernd, rollte sich an meiner Seite zusammen und schlief ein.

Der Abflug, der Flug zu den Badlands – all das war überaus seltsam: Niamh und ich wurden in die Räumlichkeiten unseres Herrn gesperrt und nicht mehr beachtet. Wir waren verwirrt, verletzt und fragten uns wieder und wieder, ob wir etwas falsch gemacht hatten, und wenn ja, was. Als wir an den Kabinenfenstern die Ausläufer des Nebula-Clusters erkannten, öffnete sich die Tür, und unsere Herrschaften traten, Jenn und Akiko im Schlepp, ein. Ich fragte mich, warum Jenn und Akiko uns mit großen, traurigen Augen ansahen.
„Ima?“
„Ja, mein Herr?“
„Was bist Du?“
„Ihre Sklavin, mein Herr.“
„Bist Du es gern?“
„Ja, mein Herr.“ Meine Verwirrung nahm zu.
„Wenn Du die Wahl hättest, Sklavin zu bleiben oder heimzukehren, was würdest Du tun?“ Ich schaute ihn nur stumm an. „Rede! Du hast keine Strafe zu fürchten.“
„Mein Herr, ich bin gern Sklavin, wirklich. Ich habe Sie gern, die Herrin Captain … aber wenn ich wählen dürfte … bitte verzeihen Sie … dann ginge ich heim.“
Als mein Herr und die Herrin Captain sanft zu lächeln begannen, als Jenn und Akiko leise zu weinen anfingen, verstand ich überhaupt nichts mehr, und Niamh, das sah ich deutlich, ging’s genauso.
„Ima … steh auf.“
„Ja, Herrin.“
Die Herrin Captain lächelte: „‘Meine Herrin‘ wäre korrekt gewesen, aber das wusstet Ihr ja nicht.“ Sie bediente eine Collar-Steuerung, und ich hörte mein Collar leise klicken. „Du möchtest heim, Ima – Du wirst heimkehren. Wir geben Dich frei.“ Ich stand einfach nur da und sah die Herrschaften an. „Ich denke, Ihr alle solltet etwas über diese Collare wissen. Sie zeichnen jedes Wort, das Ihr in Abwesenheit von Freien redet, auf. Wir wissen daher, dass Du, Ima, Zweifel an der Lebensart Deiner Schwestern hast. Niamh, Jenn und Akiko haben Dir beigebracht, dass die meisten Sklavinnen sein wollen was sie sind. Der Rat der Federation ist wie wir der Meinung, dass Du Deinen Schwestern einiges beizubringen hast – und die Sichtweise einer Sklavin kennst Du nun.
Außerdem wird Dich Niamh begleiten und für die Sklavinnen Orillas sprechen. Sie gehört jetzt Dir.“ Mit diesen Worten warf sie mir die Fernsteuerung zu. „In dieses Gerät bist Du als einzige Freie eingetragen – niemand außer Dir kann nun noch Niamh’s Collar bedienen. Mach mit ihr, was Du willst – sie ist jetzt Deine.
Ihr habt noch ein paar Stunden, um Euch daran zu gewöhnen, bevor wir Dir Dein Shuttle wiedergeben.“ Die Herrschaften verließen die Kabine, Jenn und Akiko folgten ihnen, noch immer weinend.

Niamh sah mich so ratlos an wie ich mich fühlte, ihre Augen füllten sich ebenso mit Tränen wie meine.
„Warum weinst Du? Du gehst heim … zu Deinen Leuten! Ich muss alles hinter mir lassen! Alles .. vor allem Jenn!“
„Wir werden sie besuchen. Irgendwie.
Niamh?“
„Hm?“
„Wenn das alles einen Sinn haben soll, dann sei, was Du bist. Sei Freundin, sei Du, vor allem aber: Sei Sklavin!“
Einen Moment lang sah sie mich unendlich traurig und zugleich verwirrt an, dann flüsterte sie: „Ja … meine Herrin.“

Es kam mir seltsam vor, ohne Collar durch das Schiff zu gehen, gleichberechtigt neben dem, den ich noch vor wenigen Stunden ‚meinen Herrn‘ genannt hatte, vor uns Niamh und Jenn, die einander an den Händen hielten.
„Ima, ich hoffe, Du richtest bei Deinen Leuten etwas aus. Gegen Dich würde ich ungern Krieg führen.“
„Ich gebe mein Bestes. Und ich danke Euch. Ihr habt mir für vieles die Augen geöffnet.“
„Du wirst Deine und Niamh’s Datenkapsel sicher wieder entfernen, wir werden Euch daher nicht orten können. Du hast unser Wort, dass wir direkt nach Deinem Abflug die Badlands verlassen und Deinen Kurs nicht verfolgen werden.“
„Danke.
Richte bitte dem Captain und Akiko meine Grüße aus.“
Niamh und Jenn umarmten einander, dann betraten wir das Shuttle.

„Niamh?“
„Ja … meine Herrin?“
„Wenn wir unter uns sind, dann bin ich weiterhin Deine Freundin, nicht Deine Herrin, ja?“
Sie lächelte mir dankbar zu: „Verzeih bitte, meine Herrin, aber ich halte das für keine so gute Idee. Es fällt mir so schon schwer, mich an die Anrede zu gewöhnen – wenn ich sie mal benutze und mal nicht schaff ich das nie.“
„Dann lern‘s. Das war keine Bitte, Niamh.“
„Ja, meine Herrin.
Darf ich eine Frage stellen?“
„Das musst Du nicht fragen, wenn wir unter uns sind.“
„Was erwartet mich?“
„Das Planetensystem, dass Merry in den Badlands gefunden und Keilir genannt hat, enthält einen Planeten, der in der Datenbank als Keilir 7 verzeichnet ist. Wir nennen ihn Panthera. Äußerlich ist der Planet ein Staubball – unter der Oberfläche ist er eine Biosphäre. Niemand weiß, wer sie angelegt hat, eine der Gründerinnen hat sie vor langer Zeit entdeckt.“
„Und die Menschen?“
„Wir sind etwas über 2000, gegliedert in Stämmen verschiedener Größen. Es gibt kleine Stämme mit 10 Jägerinnen, die größten haben über 100. Alle haben andere Anschauungen und Religionen, gemeinsam ist ihnen nur der Hass auf die Männer und die Verachtung von Sklavinnen.“
„Na herrlich.“
„Wir haben eine Menge Arbeit vor uns.“, nickte ich.
„Deine Leute – wie sind die?“
„Du meinst unseren Stamm?“ Niamh nickte neugierig. „Wir sind 55 Jägerinnen, davon eine die EN, und die Shaman.“
„EN?“
„Du würdest es einen weiblichen Häuptling nennen.“
„Und wieso redest Du von Jägerinnen?“
„Weil wir welche sind. Es gibt auf Panthera keine Replikatoren, also müssen wir unser Essen jagen. Abgesehen davon sind wir natürlich immer auf der Jagd nach Nachwuchs.“
„Du meinst – Ihr tötet Tiere??“ Sie war fast so schockiert wie in dem Moment, als sie erfuhr, dass ihr Herr sie an mich verschenkte.
„Wäre Dir verhungern lieber? Es wachsen eine Menge essbarer Pflanzen in den Wäldern, aber die allein reichen nicht.
Niamh – vieles wird Dir seltsam vorkommen, etliches sogar unheimlich. Ich denke aber, früher oder später werden sich meine Schwestern an Dich gewöhnen, Dich mögen. Ich hoffe, Dir wird das genauso gehen.“
„Ich werde mich bemühen – meine Herrin!“ Hätte sie bei diesen Worten nicht gezwinkert hätte ich sie bestrafen müssen. Diese Überlegung führte zu einer weiteren.
„Niamh – Du wirst mich lehren müssen, Herrin zu sein.“
„Wie bitte?? Ich hatte nun wirklich Mühe genug, eine Sklavin aus Dir zu machen!“
Ich musste lachen: „War das so schwer?“
„Nee. Nicht wirklich.“ Sie seufzte. „Aber eine Teilzeitherrin, das wird schwer!“
„Du wirst das schaffen.
Niamh?“
„Hm?“
„Du siehst entzückend aus – und ich bin stolz, Dich ‚meins‘ nennen zu dürfen.“
„Ich bin noch immer unglücklich, dass mich mein Herr verschenkt hat – aber wenn er es schon tut, dann bin ich froh, dass er mich gerade an Dich verschenkt hat.“
„Danke!
Pass auf – wir landen in einer Stunde. Bis dahin musst Du einiges wissen. Wenn wir landen, dann verstecke ich das Shuttle in einer Höhle. Dort befindet sich ein Teleporter, der uns in den Wald in der Nähe unseres Lagers bringt. Von dort aus müssen wir etwa eine halbe Stunde laufen. Mag sein, es begegnen uns welche von meinen Schwestern, mag sein, welche aus einem anderen Tribe. Was auch immer passiert: Rede nur das Nötigste.“
„Ich denke, Du solltest Dich damit beschäftigen, oder?“, zeigte sie auf die Collar-Steuerung.
„Warum?“
„Weil ich denke, Du solltest mich anleinen.“